Food Fotografie // 5 Laien-Tipps

Ich würde mal sagen, lang’ ist’s her, dass ich ein „Things to Consider“ für den Blog geschrieben habe. Zwischendurch habe ich sogar schon mal überlegt diese Kategorie einfach verschwinden zu lassen…aber naja, irgendwie wollte ich mir die Option dann doch offen halten und siehe da, an irgendeinem schönen Oktobertag kam es mir in den Sinn: Schreib’ doch mal über Food Photography.

Ich weiß, es gibt schon Unmengen an Tipps und Guides und sonstwasses zu diesem Thema (um genau zu sein, verzeichnet google dazu 832.000.000 Suchergebnisse), aber ich dachte mir, so ein paar Tipps von einem Laien, der sich alles selbst beigebracht hat und absolut nichts mit professionellem Foodstyling oder fancy Fotografieausbildung am Hut hat, könnten ja nicht schaden^^

 

1 – Farben

Beim Fotografieren von Essen geht es ausschließlich darum, die Sachen schön und appetitlich aussehen zu lassen. Das bedeutet, dass ihr euch der Wirkung von Farben bewusst sein solltet.

Kontraste wie zB orange & blau machen sich dabei ausgesprochen gut. Oder ihr entscheidet euch für eine Farbe, die besonders herausstechen soll, wobei in diesem Fall „weniger ist mehr“ angesagt ist. Eine Sache, die ich anfangs besonders gerne genutzt habe, sind diese fürchterlichen Farbfilter. Sie lassen das Essen unnatürlich und manchmal sogar unappetitlich aussehen…würde ich also nicht unbedingt empfehlen.

2 – Licht

 Bitte bitte fotografiert nicht gegen das Licht! Euer schön verziertes Essen wird sonst kaum zu erkennen sein, der Kontrast zwischen Hinter- und Vordergrund wird viel zu hoch sein und ihr müsst im Nachhinein eine Menge bearbeiten, damit das Bild in Ordnung aussieht. Naja, und in Ordnung ist ja nun nicht unbedingt das Ziel, oder?!

Außerdem solltet ihr unruhige Schatten auf dem Essen vermeiden, denn sonst ist die eigentliche Struktur des Gebackenen oder Gekochten kaum zu erkennen und der Betrachter fragt sich, was das überhaupt sein soll.

Am besten ist eigentlich immer Licht von der Seite. Ihr habt keine komischen Schatten von euch beim Fotografieren darauf, keine komischen Kontraste durch Gegenlicht und könnt sogar mit natürlichen Schatten experimentieren. Eine Sache, bei der ich manchmal auch gerne nachhelfe, ist, wenn mir die dunklere Seite des Fotos zu dunkel erscheint, dass ich eine weiße Pappe so an das Essen halte, dass sie das Licht reflektiert und die Schatten nicht mehr ganz so hart oder dunkel sind.

 

 3 – Perspektive

 Das ist so eine Sache, die mir anfangs sehr schwer gefallen ist. Von oben zu fotografieren ist natürlich am einfachsten…alles schön flächig, die Dinge können gut arrangiert werden. Allerdings schafft diese Perspektive auch viel Distanz. Der Betrachter kommt nicht nah an das Essen ran und vor allem entgehen ihm viele Details. Ihr wisst schon…Tortenanschnitt, Struktur eines Gerichts und so weiter.

Essen von der Seite oder aus einem schrägeren Winkel zu fotografieren, hat seine Tücken. Zum Beispiel sehen Teller dann manchmal unförmig aus, ihr müsst auf den Hintergrund achten und manche Perspektiven sind auch einfach nicht vorteilhaft. Aber mit ein bisschen Übung kann man da tolle Fotos machen…es lohnt sich also auf jeden Fall es mal zu wagen.

 

 4 – Bewegungen

 Ich gebe zu, das ist schon ein bisschen advanced. Solche Dinge wie Hände im Bild, herausgeschnittene Kuchenstücke, Kekskrümel und fließende Schokosauce verlangen einiges mehr an Können ab. Denn die Kunst ist es nämlich, im richtigen Moment abzudrücken und das Ganze dabei auch noch natürlich aussehen zu lassen. Aber, auch das ist nicht unmöglich. Mit vorsichtigem Herantasten an das Thema und Übung klappt so was in der Regel auch ganz gut. Nicht, dass ich darin jetzt Profi wäre, aber ich arbeite daran und es macht unglaublich viel Spaß^^

Was dabei übrigens sehr sehr hilfreich sein kann, ist ein Stativ. Das war ungelogen die beste Investition, die ich dahingehend gemacht habe, denn das Fotografieren wird viel entspannter und die Bilder sehen einfach viel hochwertiger aus. Ohhh…und Selbstauslöser sind natürlich im Zusammenhang mit Händen im Bild auch ziemlich praktisch.

 

5 – Bildausschnitt

 Sobald die Fotos geschossen sind, geht es natürlich an die Bildbearbeitung. Der Bildausschnitt, den ihr dabei wählt, kann eine ganz entscheidende Rolle spielen und ein ganz anderes Licht auf das Fotografierte werfen. Dabei ein bisschen zu probieren und zu experimentieren, kann auf jeden Fall nicht schaden.

Ansonsten kann ich nur sagen, dass das Herumprobieren mit Szenerien, Farben, Deko , Perspektive und so weiter das Beste ist, was ihr tun könnt. Denn ein großer Vorteil von Food Photography ist, dass das Essen nicht wegläuft und ihr so viel wie nur möglich arrangieren und selbst bestimmen könnt.


Was für Tipps & Tricks habt ihr noch in Bezug auf Food Fotografie? Irgendeine Sache, die ich vergessen habe und die uuuuunbedingt beachtet werden muss?

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Zuhause//Wo Das Meer Im Himmel Versinkt

„…und natürlich will ich ganz viel Reisen, von der Welt sehen.“ Bei mindestens jeder zweiten Person mit der ich mich in letzter Zeit unterhalten habe, ist dieser oder ein ähnlicher Satz gefallen, sobald es um das Thema Zukunftspläne ging. Es kommt mir so vor als wäre es eine Todsünde nicht reisen zu wollen…als ginge es nur darum, um jeden Preis in ein anderes Land zu fliegen, nur um hinterher auf einer Liste abstreichen zu können wo man mal war? Reisen aus gesellschaftlichem Drang? Aber was ist mit zuhause…ist es da nicht auch schön?!

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Strandkörbe am Strand – ein analoges Foto

So gerne ich auch in der Welt umher reise…und das tue ich wirklich unfassbar gerne, haben mir meine letzten Reisen wunderbar vor Augen geführt, wie gerne ich doch auch zuhause bin. Nicht nur zuhause im Sinne von „in meinem Haus“, sondern auch in meiner Stadt, meiner Region und  Kultur. Auf einmal weiß ich meine Heimat viel mehr zu schätzen.

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am nahe gelegenen Ostsee-Strand – ein analoges Foto

Ich hätte niemals gedacht, dass ich das mal so sehen würde, aber: Ich liebe es in einer kleinen Stadt am Meer zu leben. Früher war mir das alles zuwider. Ich wollte so schnell es ging weg, raus in die Welt, nie wieder zurückkehren und nicht wie meine Eltern, einfach hier kleben bleiben. Ich wollte reisen, niemals zu lange an einem Ort bleiben und meine Heimat vergessen.

Logischerweise hat sich meine Sicht auf diese Dinge nicht um 180° gewendet, denn ich möchte noch immer nicht mein ganzen Leben in dieser einen Stadt verbringen…dazu gibt es einfach so viele andere schöne Orte zum Leben.

Aber ich habe meine Heimat lieben gelernt. Habe nicht mehr so einen großen Hass auf alle Kleinstädte dieser Welt (ja, da spricht mein Teenager-Ich aus mir). Sehe nicht nur die negativen Seiten, sondern erfreue mich an den positiven. Fürs Erste bin ich nämlich ganz zufrieden damit, noch ein bisschen länger in meiner Heimatstadt zu leben und zu studieren. Hier ist alles ganz entspannt und dank der Studenten wird’s auch niemals langweilig. Und außerdem gibt es eindeutig schlechtere Orte zum Leben…schließlich wohne ich da, wo andere Urlaub machen. Am Meer.

Ist das Kunst oder kann das weg?

Bevor ich hier nun also ein großes Fass aufmache und anfange über Kunst zu reden, sei eines gesagt: Ich bin wahrlich kein Profi, Experte oder Besserwisser. Nur eine kleine Kunststudentin, die sich tierisch über die ‚Das-soll-Kunst-sein-das-kann-ich-doch-auch’ Typen aufregt.

Für mich gibt es, was Kunst angeht, eine sehr wichtige Unterscheidung. Nämlich die zwischen handwerklich einwandfreiem Schaffen, dass ästhetisch einfach ansprechend und dazu noch selbsterklärend ist UND dem, was oft einfach nur abgetan wird, weil: ‚das sieht doch nicht schön aus’. Oder ‚nen Farbklex kann ich auch an die Wand klatschen’. Oder ‚Und das soll Kunst sein?!’…wobei bei Letzterem der Mund spöttisch verzogen und ein verächtlicher Blick geworfen wird.

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Kunst hinterlässt Spuren

Aber genau DAS ist Kunst. Dinge, wie bis ins kleinste Detail gezeichnete und super realistisch anmutende Porträts sind (Schande über mich, dass ich es so unverblümt ausdrücke) für mich einfach keine Kunst. Zweifelsohne sind sie kunstvoll, aber aus meiner Sicht ist das astreines Handwerk, aber keine Kunst. Denn zumeist haben diese Werke keinen anderen Sinn als schön anzusehen zu sein…versteht mich nicht falsch, nichts ist daran verwerflich…es ist einfach nur nicht das, was für mich Kunst ausmacht. Und, um es mal ganz deutlich zu formulieren: Kunst. Muss. Nicht. Schön. Sein! Denn Kunst ist, wenn das was du ansiehst, etwas mit dir macht. Sie regt dich zum Denken an, wirft Fragen auf, hinterlässt bleibende Spuren. Kunst ist, um es mal ganz dramatisch zu sagen, Ausdruck einer Seele. Denn der Künstler legt seine intimsten Gedanken, Ängste und Probleme ganz offen dar. Bringt sie zum Ausdruck, verarbeitet sie, macht sie sichtbar.

Und da finde ich es nur allzu respektlos, wenn Menschen nicht einmal die Offenheit und Unvoreingenommenheit besitzen, das Werk eines Künstlers genauer zu hinterfragen. Man muss kein Fan von aller Kunst sein…es gibt einfach Dinge, die mag man nicht. Das ist okay und auch gut so. Und dennoch sollte jeder so viel Respekt vor dem Künstler als Menschen besitzen als, dass er dessen Kunst nicht gleich beim ersten Blick verurteilt.

 

” And art wasn’t supossed to look nice;
it was supossed to make you feel something. ”
– unknown

 

 

Super Simple Feigen-Cupcakes

Wie ich ja bereits erwähnt und irgendwie auch versprochen habe, wird die ganze Back-Thematik natürlich (!!!) nicht von meinem Blog verschwinden. Und, um euch zu zeigen, das ich mich auch immer ganz brav an solche Dinge halte (neee, Spaß…ich backe natürlich nicht nur deshalb^^), habe ich mal einen Klassiker gezaubert. Cupcakes. Mit Vanille, Feigen und Rosmarin. Ich sag’s euch….es war eine absolute Herausforderung nicht schon beim Backen alles aufzuessen!

Aber zum Glück haben sie’s dann doch noch bis zum Dekorieren geschafft und ich muss sagen: Ich bin schon ziemlich stolz! Nicht nur wegen des Aufspritzens, denn das ist immer eine ausgesprochen heikle Angelegenheit, sondern vor allem wegen des Geschmacks. Ich bin jedes Mal wieder so unfassbar entzückt über diese einfachen Komponenten, die so eine wundervolle Komposition ergeben. Mmhhh…die Erinnerung daran…einfach köstlich…

Nun aber genug geschwärmt. So. Hier also das super einfache Rezept für Joghurt-Muffins mit Feigen und Rosmarin:0103

Für 6 Muffins:

  • 1 Ei
  • 40 ml Pflanzenöl
  • 100g Naturjoghurt
  • 130g Mehl
  • 1 Tl Backpulver
  • 40g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Pck. Frischkäse
  • 40g Puderzucker
  • 1 Vanilleschote (ausgekratzt)
  • 1 Feige
  • 1 Rosmarinzweig
  1. Den Backofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Das Ei, den Joghurt und das Öl cremig rühren. Nun das Mehl, den Zucker, das Backpulver und die Prise Salz hinzugeben und alles zu einem Teig verrühren. Ein Muffinblech mit Papierförmchen bestücken und den Teig zu gleichen Teilen darin portionieren. Nun für ca. 25 Minuten backen. Für das Topping den Frischkäse mit dem Puderzucker und dem Vanillemark verrühren. Die Feige waschen und in Spalten schneiden. Wenn die Muffins abgekühlt sind, das Topping aufspriten und mit den Feigenspalten und einigen Rosmarinspitzen garnieren. Wer mag kann noch etwas braunen Zucker drüber streuen…das sieht noch ein bisschen fancier (gibt es diese Steigerungsform überhaupt?!) aus. 

abgewandeltes Rezept aus: Cupcakes. GU Küchenratgeber. von Christina Richon, 2012

Wieso Ich In Keine Schublade Passe

0085tMenschen stecken dich in eine Schublade. Ob du willst oder nicht. Sie sehen dich das erste Mal an und sofort bist du ein Streber, Snob, Draufgänger oder was auch immer für Klischees in ihren Köpfen vorherrschen.

Dabei bist du so viel mehr als das. Wer sagt schon, dass du nicht strebsam sein kannst und trotzdem Spaß am Leben hast? Wieso kann es nicht zusammenpassen, dass ich auf der einen Seite gerne Weltliteratur lese und andererseits Rap nicht abgeneigt bin? Und wieso überhaupt lassen wir uns manchmal solche Klischees aufdrängen?

Ganz einfach: Weil wir anfangen zu glauben was andere über uns denken. Tagtäglich werden wir ganz unbewusst mit Vorstellungen von uns selbst konfrontiert. Werden wir für etwas gelobt, nehmen wir es als positiv an und identifizieren uns automatisch damit. Dinge, die in unserem Umfeld als negativ an uns bewertet werden, beginnen wir abzulehnen und nehmen dazu oftmals selbst eine kritische Haltung ein. All das prägt unsere Persönlichkeit; bringt gewisse Seiten an uns mehr zum Vorscheinen als andere. Und trotzdem heißt das nicht, dass diese verborgenen Seiten an uns „schlecht“ sind oder nicht zu uns passen können.

Wer hat schon zu sagen, ob dieses Hobby oder jene Vorliebe zu 0086tmeinem „Typ“ passt? Oh, stimmt ja… niemand außer mir selbst! Ich bin wer ich bin. Theoretisch  kann ich mich jeden Tag neu erfinden, jemand anderes sein oder komplett das Gegenteil von dem tun, was man von mir erwartet. Solange ich mich selbst damit wohl fühle, ist alles daran richtig.

Auch, wenn wir im ersten Moment vielleicht wie ein Mauerblümchen, Gangster oder Lackaffe aussehen mögen, hinter jedem steckt mehr als auf den ersten Blick offensichtlich ist. Und ist nicht gerade das Verborgene, Unerwartete und Neue das, was die Menschen so interessant macht? Was uns dazu bewegt sie zu mögen, ihnen zu vertrauen und einfach nur Spaß mit ihnen zu haben?

      ~ich, in einem Selbstgespräch

Gedicht in den Bildern: @atticuspoetry

V e r ä n d e r u n G

Ich werde etwas ändern. Und das ist jetzt kein komischer Selbsttherapie-Schnulli (ja, ich mag das Wort „Schnulli“…es hindert mich daran, ständig das Wort „Scheiß“ zu benutzen). Sondern eine Tatsache.

Dieser Blog war immer mein kleines Back-Refugium. Meine Art mich kreativ in der Küche auszuleben und Essen mit tieferen Gedanken zu verknüpfen. Doch diesen Sommer ist mir etwas klar geworden: Ich habe mich selbst damit in eine Schublade gesteckt. Nämlich in die „Back-Tanten“-Schublade. Natürlich ist mir klar, dass ich ja nicht zwangsläufig klischeeerfüllend sein muss…denn ich kann ja sein, wer ich will, aber irgendwie hat es mich innerlich eingeschränkt. Da schwirren so viele Ideen in meinem Kopf umher, die nicht mit Essen zu tun haben und ich bin es leid, diese zu verwerfen.

Eine Kleine Reise Durch Meinen Blog (2016-2018)

Thema “Food Photography” – anfangs habe ich alles noch sehr sehr minimalistisch gehalten, mit viiiiel weiß gearbeitet:

Besonders in letzter Zeit sind die Fotografien aber aufwendiger geworden. Inzwischen arbeite ich auch gerne mit Bewegungen, Schatten und unterschiedlichsten Perspektiven:

Aber nun, long story short: Ich werde eine neue Richtung einschlagen. Selbstverständlich hat sich meine Liebe zum Backen nicht in Luft aufgelöst und es wird weiterhin Rezepte von Torten, Cookies und anderen Leckerein geben. Aber daneben werde ich sicherlich noch einige andere Themen, die euch hoffentlich interessieren, zur Sprache bringen. Denn das Tolle an so einem Blog ist ja, dass ich damit machen kann was ich will…also warum nicht diese Chance nutzen und sich voll entfalten?!

Ich habe super viel Lust etwas Künstlerisches, in Richtung Fotografie zu machen. Vielleicht werde ich mich mal an Videos versuchen, etwas zum Thema „Künstlerisches Schreiben“ wagen, superduper tief greifende Themen ansprechen, cheesy Lebensweisheiten mit euch teilen oder einfach spontane Gedankenergüsse und Erlebnisse hier festhalten. 

Wie ich das alles koordinieren werde, wird sich zeigen…bis jetzt ist da noch nichts in Stein gemeißelt. Ehrlich gesagt bin ich selbst noch ein bisschen planlos was die Umsetzung angeht. Also lasst euch überraschen! 

So That’s Adulthood…? // Benjamin The Elephant Cake

Woran kann ich erkennen, dass ich erwachsen bin? An einer Zahl? Den ersten Falten? Dem Druck der Gesellschaft ’endlich erwachsen zu werden’?

Das Erste was mir dazu in den Kopf kommt: ’Natürlich hat Erwachsen-Sein nichts mit einer Zahl zu tun….denk doch mal nach! Es ist vielmehr eine Frage der Betrachtung der Welt, der eigenen Person und der Reife des Denkens und Handelns.

 

Und dann fange ich richtig an zu denken. Denn das Problem liegt bei mir genau in der Kontroversität, die sich in obigem Gedankengang widerspiegelt. Was, wenn ich mich nicht erwachsen fühle, aber mich trotzdem ziemlich oft dabei ertappe, wie ich denke: ’Ich passe hier einfach nicht rein…gedanklich bin ich doch eher eine Oma, als das junge sprühende Leben, was ich eigentlich sein sollte.’?

Ganz oft merke ich, dass ich mir selbst gar nicht so sicher bin wie erwachsen oder eben unerwachsen ich eigentlich bin. Da ist einerseits diese Zahl, die sagt: ’Du bist erwachsen, du hast die volle Verantwortung für all dein Handeln.’ und auf der anderen Seite sehe ich mich im Spiegel an und sehe eine junge Frau…oder doch ein junges Mädchen? Ich bin verwirrt. Bin ich nun erwachsen oder nicht? Muss das so? Fühlt sich das Erwachsen-Sein so an?

In den meisten Momenten kann ich mich beim besten Willen einfach nicht mit meiner Generation, ’Peer-Group’ oder wie auch immer man es nennen mag, identifizieren. Ich fühle mich zu alt. Zu grüblerisch. Zu anders.

Doch mein Aussehen schreit für die meisten Erwachsenen wahrscheinlich ’MÄDCHEN!’. Nicht Frau, nicht junge Frau, sondern eben einfach nur Mädchen. Und schon fühle ich mich auch unter Erwachsenen wieder ganz merkwürdig…denn selbst, wenn es gedanklich passen würde, werde ich immer nur wie ein Mädchen angesehen. Und das verwirrt mich reichlich. Wo gehöre ich denn nun hin? Erwachsen? Nicht erwachsen?

Ich glaube, ich werde noch ziemlich viele Stunden damit zubringen dieses Thema hin und her zu wälzen. Fürs Erste werde ich mich wohl mit diesem merkwürdigen, schwebenden Zustand zufrieden geben müssen. Aber das passt schon…bis ich zu einem endgültigen Schluss gekommen bin, wird noch einiges Wasser den Berg hinunterlaufen. Mal sehen, wie ich später über diesen Gedankenerguss denken werde^^

Jetzt esse ich erstmal ein Stück von dieser köstlichen Torte! Kennt ihr diese Benjamin Blümchen Torten aus der Tiefkühltruhe? Die gab’s früher immer bei allen meinen Freunden zum Geburtstag und ich war unfassbar begeistert von so einer riiiieeesigen Torte. Heute weiß ich, dass die Torte nicht riesig ist und wahrscheinlich auch reichlich vollgepumpt mit Zusatzstoffen und sonstigem ungesunden Kram^^ Als Erinnerung an wundervolle Kindergeburtstage nun also das Rezept für eine Benjamin Blümchen Torte. ‘Cheers to the child in me!’

200 g Zucker
200 g weiche Butter/Margarine
4 Eier/Ei-Eersatz
140 g Mehl
2 TL Backpulver
2 TL Vanilleextrakt
6 TL Milch

  1. Den Ofen auf 180° (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
  2. Alle Zutaten zu einem glatten Teig verrühren und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben. Nun für mindestens 15 Minuten backen. Danach gut auskühlen lassen und anschließend vier gleich große Kreise ausschneiden.

1 Tafel Zartbitter-Schokolade
350ml vegane Schlagsahne
4 Beutel vegane Gelatine (Agar-Agar)
2 EL Erdbeer-Püree/Erdbeer-Marmelade
Puderzucker (wahlweise für die Sahne…manche mögen sie lieber gezuckert, andere nicht…deshalb keine genaue Mengenangabe)

  1. Die Schokolade schmelzen und währenddessen 100ml ‘Sahne’ aufschlagen (mit oder ohne Zucker). 1,5 Beutel ‘Gelatine’ nach Packungsanleitung mit der ‘Sahne’ verarbeiten und anschließend die flüssige Schokolade hinzugeben.
  2. Mit der Schokosahne jeweils zwei der vier Böden ‘zusammenkleben’, sodass zwei dickere Böden entstehen. Den unteren Boden mit der restlichen Schokosahne bestreichen und den anderen Boden obenauf legen. Das Ganze für mindestens 1 Stunde kühlen.
  3. In der Zwischenzeit 200ml ‘Sahne’ aufschlagen (mit oder ohne Zucker). 2 Beutel ‘Gelatine’ nach Packungsanleitung mit der ‘Sahne’ verarbeiten, danach das Erdbeer-Püree/die Erdbeer-Marmelade untermischen. Die Masse nun so lange in den Kühlschrank stellen bis die Schokosahne zwischen den Kuchenböden angedickt ist.
  4. Den Kuchen aus dem Kühlschrank nehmen und mit der Erdbeer-‘Sahne’ rundherum bestreichen. Die Torte nochmals 1 Stunde kühlen.
  5. Die restliche ‘Sahne’ aufschlagen und mit dem Rest ‘Gelatine’ verarbeiten. Das Ganze so lange in den Kühlschrank stellen bis die Torte fertig durchgekühlt ist.
  6. Die ‘Sahne’ in einen Spritzbeutel füllen und auf die Torte aufspritzen. Zum Schluss noch bunte Streusel auf die Torte rieseln lassen.