18 Dinge, die ich 2018 “gelernt” habe

Das Jahr ist nun also quasi fast rum…2018….mhh…wenn ich mal so drüber nachdenke ist diese ganze Sache mit der Zeit und wie schnell sie doch an uns vorbeizieht eine ziemlich verrückte Sache. Aber schnell vergangen hin oder her, auf das letzte Jahr zurückzublicken ist mindestens genauso interessant.

Erinnerungen aus 2018

Ich finde es besonders spannend auf all die Dinge zurückzusehen, die ich dieses Jahr „gelernt“ habe. Mit „gelernt“ meine ich übrigens natürlich das ganz klassische Lernen, wie man es in der Schule, Uni, Arbeit und so weiter tut. Aber dann ist da eben auch noch dieses etwas abstraktere „Lernen“…ich denke da an so genannte „Life Lessons“- also mehr so Dinge, die einem eher passiert sind und aus denen man ganz persönliche Dinge gelernt hat.

Eigentlich ist es ziemlich schade, dass so viele Menschen darauf fokussiert sind, was sie im neuen Jahr alles besser machen wollen und natürlich auch werden…jaja..diese Sache mit den guten Vorsätzen. Aber auf das zu schauen, was man erreicht hat, wodurch man gewachsen ist und was bereichernd war, ist doch auch irgendwie eine schöne Art das alte Jahr zu verabschieden.

Deshalb nun also genug dieses ganzen Vorgeplänkels und zum Kern der Sache – einer Liste von 18 Dingen, die ich 2018 „gelernt“ habe…oh, und die Reihenfolge ist ziemlich willkürlich…also nix mit Rangfolge oder so:

18 gelernte Dinge aus 2018

  1. offen zu sein, zahlt sich aus
  2. ständig darauf zu warten, dass einem Dinge & das Leben passieren, ist müßig
  3. schwedisch (ich bin natürlich nicht perfekt, aber arbeite an meinen Schwedisch-Kenntnissen)
  4. viele Dinge sind eine Frage der persönlichen Einstellung
  5. ich liebe den Sommer, die Sonne & Wärme
  6. man muss das Leben ab & zu mit Humor nehmen
  7. jeder hat Probleme, Manche können es einfach nur besser verbergen/überspielen
  8. Kanufahren
  9. ich möchte nicht einsam sein
  10. Photoshop (auch hierin bin ich absolut nicht perfekt^^…ich würde sagen: „work in progress“)
  11. gebrochene Körperteile sind echt kein Spaß – ich denke da nur an meinen gebrochenen Fuß Anfang des Jahres
  12. ich muss nicht perfekt sein
  13. ich liebe es Kunst zu studieren
  14. niemand hat das Recht über anderer Menschen Leben zu urteilen (ausgenommen in rechtlichem Kontext)…ich meine hier wohl eher die Richtung „Vorurteile“ etc.
  15. im Moment leben – das ist manchmal gar nicht so leicht, aber, wenn es klappt, dann fühlt es sich unglaublich gut & richtig an
  16. ein Leben ohne Musik erschient mir unvorstellbar (ich wäre total aufgeschmissen…ehrlich)
  17. kleinere Bücher & Hefte binden
  18. glücklich sein bedeutet für mich, damit zufrieden zu sein, wer ich bin

Was habt ihr 2018 an neuen Dingen gelernt? Worauf seid ihr besonders stolz?

Tja, und nun bleibt mir also nichts anderes mehr zu sagen als: Auf ein wundervolles neues Jahr! Möge es jedem nur das Beste bescheren!

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Cranberry Mince Pie // Ein weihnachtliches Rezept

Sooo…wie wahrscheinlich jeder weiß, steht Weihnachten nun tatsächlich vor der Tür. Ich mein’: nur noch zwei Tage…verrückt wie schnell die Zeit doch vergeht! Und, weil die Weihnachtszeit nun mal die überall-köstliche-Versuchungen-Zeit ist, musste ich (natürlich^^) auch noch eine klassisch weihnachtliche Köstlichkeit backen. Nicht, dass es bei mir an Weihnachtgebäck mangeln würde, aber irgendwie war mir nach was neuem Alten. Wisst ihr was ich meine?! Naja, wie dem auch sei. Auf jeden Fall habe ich mich also an Mince Pies gewagt. Und, weil ich auf die Schnelle kein Mince-Meat bekommen habe, musste ich es wohl oder übel selbst machen….was ja auch gar nicht so schlecht ist, weil ich dann den Inhalt ganz nach meinem Geschmack verändern konnte (immer schön die positiven Seiten sehen…halb volles Glas und so ;))

Hier ist nun also mein Rezept für Apfel-Cranberry Mince Pies:

Für das Mince Meat

  • 30g Zucker
  • 30 ml Cranberry- oder Apfelsaft
  • 20 ml Fruchtessig (zB Himbeeressig)
  • 2 säuerliche/herbe Äpfel
  • ½ Tl Zimt
  • ½ Tl gemahlener Ingwer
  • ¼ Tl gemahlene Nelke
  • 50g Rosinen/Sultaninen
  • 30g getrocknete Cranberries
  • abgeriebene Schale einer Bio-Orange
  • ½ Tl Vanille-Extrakt
  • 1 El Honig
  1. Den Zucker mit Saft und Essig vermengen und erhitzen, bis der Zucker aufgelöst ist. Während sich der Zucker auflöst die Äpfel schälen und fein würfeln. Wenn sich der Zucker gelöst hat, die Apfelstücken, Zimt, Ingwer, Nelke, Rosinen/Sultaninen, getrocknete Cranberries und die Orangenschale hinzugeben. Das Ganze für 20 Minuten köcheln lassen bis die Flüssigkeit nahezu verkocht ist.
  2. Anschließend kurz auskühlen lassen. Nun den Honig und das Vanille-Extrakt unterrühren.

Für die Mince Pies

  • 200g Mehl
  • 125g weiche Butter
  • 60g Zucker
  • 1 kleines Ei
  • Mince Meat
  • abgeriebene Schale einer Bio-Orange
  • 1 säuerlicher/herber Apfel
  1. Das Mehl mit Zucker, Butter und dem Ei zu einem festen Teig kneten. Für 10 Minuten kalt stellen.
  2. Den Ofen auf 200° (Umluft) vorheizen. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und 2/3 davon ca. 3 mm dick ausrollen. Anschließend Kreise mit einem Durchmesser von 8 cm ausstechen und in Muffinform-Mulden legen, sodass diese ordentlich ausgekleidet sind. Wenn nötig überstehende Reste abschneiden und den Teig andrücken, falls die Ränder uneben sein sollten.
  3. Nun die Förmchen gleichmäßig mit Mince Meat befüllen. Das restliche Drittel des Teig s ebenfalls ausrollen und Kreise mit einem Durchmesser von 5 cm ausstechen. Diese dann als Deckel auf die Pies legen. Nun wieder die überstehenden Ränder abschneiden und die Deckel andrücken. Anschließend mit einer Gabel die Ränder rundherum eindrücken, sodass ein Muster entsteht UND der Rand noch einmal extra gut haften bleibt und die Pies im Ofen nicht platzen. Zum Schluss mit einem scharfen Messer ein kleines Kreuz in die Mitte der Pie-Deckel stechen und die Pies ca. 15-20 Minuten backen.
  4. Nach dem Auskühlen mit Puderzucker bestreuen.

Geschenkidee// Dein eigenes Buch

Ja, ich geb’s zu….ich bin ziemlich im Stress. Dieses vorweihnachtliche Chaos von Terminen, Deadlines und Dingen, die uuunbedingt seeehr dringend noch VOR Weihnachten erledigt werden müssen, holt mich jedes Jahr immer wieder mit voller Wucht ein. Und ganz nebenbei müssen natürlich auch noch Geschenke für die ganzen lieben Menschen in meinem Leben besorgt werden. Schon allein erstmal Ideen für Geschenke zu haben, ist manchmal gar nicht so einfach.

Dadurch, dass ich in der Uni grade an einem Fotoprojekt arbeite und mich in diesem Zug eben auch mit der Gestaltung von Büchern beschäftige, bin ich auf eine, wie ich finde, ziemlich schöne und relativ einfache DIY-Geschenkidee gekommen. Ich würde jetzt nicht unbedingt sagen, dass sie unbedingt an Weihnachten geknüpft sein muss…zum Geburtstag ist sie mindestens genauso gut^^

Was nun also meine so krass tolle („leichte“ Übertreibung an dieser Stelle^^) Geschenkidee ist: ein selbst gemachtes kleines Rezept-Büchlein. Meine Anleitung dazu ist universell einsetzbar…ihr könnt also aus dem Rezeptbüchlein auch ein individuelles Notizbuch oder ein Sprüchebuch oder weiß-der-Geier-was machen.

In jedem Fall braucht ihr einige grundlegende Dinge. Bevor ihr die zusammensucht, müsst ihr euch über die Größe des Heftes Gedanken machen. A4? A5? Überhaupt keine DIN Größe? Wenn ihr das gemacht habt, dann legt eine Seitenzahl fest. Macht ihr ein leeres Notizheft, müssen sie nicht bedruckt werden. Ansonsten, solltet ihr den Inhalt eures Büchleins natürlich schon vorher auf die Seiten drucken. Dazu macht sich ein Prototyp sehr gut. Einfach so viele Blätter wie benötigt nehmen, auf einen Stapel legen und in der Mitte einmal diagonal falten. Nun auf jede Seite den jeweiligen Inhalt kurz vermerken und schauen, ob das alles so passt wie ihr es euch gedacht habt. Danach kann dann eine endgültige Fassung gedruckt werden.

 

Für ein Heft mit 20 Seiten benötigt ihr:

  • 5 weiße Blätter (oder eben eure bedruckten Seiten)
  • 1 schönes, etwas festeres Blatt (das wird später der „Einband“)
  • ein Bleistift
  • eine dicke Nadel
  • einen dünnen Bindfaden in einer zum „Einband“ passenden Farbe (max. 1m)
  1. Die fünf Blätter zu einem ordentlichen Stapel zusammenlegen und darauf achten, dass alle Kanten so genau wie möglich übereinander liegen. Nun diesen Stapel vorsichtig ein Mal in der Diagonalen kräftig falten. Anschließend auch das stabilere Papier auf die gleiche Art und Weise falten.
  2. Nun die gefalteten Blätter in der Mitte wieder aufklappen und mit einem Bleistift in der Mitte des Falzes eine Markierung machen. Von diesem Punkt aus, im gleichen Abstand nach oben und unten, ebenfalls eine Markierung machen. Für ein Heft der Größe A5 eignen sich ca. 5-7 cm Abstand zwischen den einzelnen Punkten.
  3. Anschließend mit der Nadel genau an diesen Markierungen einstechen und durch alle Papierschichten durchstechen. Wenn alle Seiten gleichzeitig zu dick sind, können sie auch in mehreren Schichten durchstochen werde. Dann müssen die Einstichstellen allerdings wieder neu markiert werden.
  4. Das Gleiche Prozedere von markieren und durchstechen nun bei dem „Einband“-Papier wiederholen. Die Markierungen sollten allerdings identisch mit denen des restlichen Papiers sein. Sonst hält das Büchlein nicht gut zusammen.
  5. Nun alle Seiten in den „Einband“ legen und mit Nadel und faden vernähen. Dazu in der Mitte von innen einstechen und keinen Knoten in das Band machen. Stattdessen ein Stück von mindestens 10 cm übrig lassen. Den Faden von der Mitte aus nach außen in das obere Loch führen, dann wieder innen in die Mitte stechen. Jetzt wieder von außen, allerdings in das unterste Loch, einstechen. Wer das Buch besonders fest binden möchte, wiederholt das Ganze  von Beginn an noch mal. Ansonsten einfach beide Enden des Fadens sehr fest ziehen und in der Mitte der Innenseite des Büchleins fest verknoten.
  6. Nun kann das Heft nach Herzenslust gestaltet und verschönert werden.

Hey du, …ich hab’ was zu sagen!

Ich rede nicht sofort drauf los. Ich warte ab, beobachte die Situation und dann, vielleicht, werde ich eventuell was sagen…vielleicht aber auch nicht. In einer Gruppe fremder Personen bin ich wohl diejenige, die schnell als schüchtern abgestempelt wird, vielleicht als arrogant oder sogar langweilig. Aber, nur, weil ich nicht sofort schreie „Hey…ich seh’ das so und so!“, heißt das noch lange nicht, dass ich keine eigene Meinung habe. Ich merke, dass ich öfter mal übergangen werde oder, dass das, was ich sage nicht für voll genommen wird. Und das nicht, weil es keinen Wert hat, sondern einfach, weil ich es scheinbar nicht so gut „verpacken“ kann, wie manch anderer. Es gibt immer Menschen, die präsenterer, extrovertierterer oder sprachlich gewandter sind als ich. Auf dem Papier mit Wörtern umgehen, ist für mich kein Problem, ich würde sogar behaupten, dass ich mich ganz gut darauf verstehe. Aber Konversation betreiben?! Nun, sagen wir mal, da gibt es noch einiges zu tun.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass in den Augen der Gesellschaft jemand extrovertiertes auch gleichzeitig ein „wertvollerer“ Mensch ist. Dabei muss man seine Ansichten doch nicht immer jedem unter die Nase reiben und damit hausieren gehen (ich weiß…das ist reichlich übertrieben…aber Übertreibung macht nun mal auch anschaulich). Im symbolischen Sinne gesprochen, sind leise Aussagen keinesfalls weniger wert als die lauten. Aber warum sieht das denn niemand? Warum sind die meisten nur so auf Menschen fixiert, die „entertaining“ sind? (an dieser Stelle schüttle ich meinen Kopf und denke mir nur „…ach, diese Gesellschaft“ und seufze bedeutungsvoll).

 

 

Und, wenn jemand nun mal ein bisschen länger braucht, um sich wohl zu fühlen und locker reden zu können, was ist so schlimm daran?! Wenn ich eher der Typ Mensch bin, der zurückhaltend ist, bedeutet das nicht, dass ich übersehen werden will. Und vor allem gibt es niemandem das Recht, mich negativ zu bewerten und zu dem Schluss zu kommen, dass ich keine Meinung oder gar Persönlichkeit hätte, nur, weil ich mit meinen Ansichten hinterm Berg halte. Und das hat auch nichts damit zu tun, dass diese irgendwie altmodisch, verrückt oder vielleicht sogar verboten sein könnten (nicht, dass ich solche Ansichten hätte, aber es wird eben schnell angenommen, dass man etwas zu verbergen hätte, wenn man nicht sofort seinen Senf zu etwas dazu gibt), sondern ist einfach Teil meiner Persönlichkeit.

Ich bin nicht farblos, durchschnittlich, ablehnend oder spießig, nur, weil ich es nicht raushängen lasse, wie toll ich, meine Ansichten und mein Leben sind (leicht sarkastischer Unterton an dieser Stelle). Ehrlicherweise und mal ganz platt ausgedrückt, steht mir dieses ganz soziale Rumgepose einfach nicht. Und dann ist das eben so. Aber reinstecken in diese „graue Maus“-Schublade, lasse ich mich deshalb nicht, okay? Okay.

 

~ich, in einem Selbstgespräch

Gähnende Leere in meinem Kopf

Wenn da einfach nichts ist….ein bedeutungsloses Summen erfüllt meinen Kopf…keine Ideen, kein Plan, keine Inspiration. „Aber was schreibe ich denn nun?“ frage ich mich. Mir will einfach kein guter Einfall für einen Blogpost kommen. Ach was, Blogpost?! Ich könnte von so vielem mehr reden: Fotos, Kunstprojekte, Geburtstagsgeschenke, Themen für Referate, das Weihnachtsessen…die Liste der Dinge, die nach Inspiration und Ideenreichtum verlangen, ist endlos. Aber genauso endlos ist eben auch manchmal die Leere in meinem Kopf.

Ich sitze dann stundenlang da und frage mich: Wie zur Hölle, soll ich es nur schaffen bis zum Tag X etwas zustande gebracht zu haben? Dann steigt mir ein wenig die Panik zu Kopf. Was, wenn ich es nicht schaffe? Was, wenn ich nie wieder irgendeine Idee habe? Das ist natürlich ziemlich übertriebener Müll, den mein Gehirn dann da produziert. Und das weiß ich auch. Aber manchmal ist es eben schwer aus solchen Kurzschlussgedanken herauszukommen. Auch, wenn sie noch so irrational sein mögen.

Im Falle meiner Inspirationslosigkeit habe ich mir irgendwann mal gedacht: „Komm’ hab’ dich nich’ so! Jeder Mensch hat das mal. Das Wichtige ist nur, dass du nicht darin versinkst. Nicht jeder Tag ist gleich gut, gleich inspirierend, gleich toll.“ Also habe ich mir innerlich einen „Plan“ zurechtgelegt, so à la To-do-wenn-uninspiriert. Das funktioniert mittlerweile sogar ganz gut, sodass ich am Ende immer super viele Ideen habe und mich meistens gar nicht für eine entscheiden kann. Und zugegebenermaßen, bin ich ziemlich stolz darauf. Fragt mich nicht warum.^^ 

 

 1.

Zuerst einmal muss ich von dem „Panik/kein Plan/mir wird nichts einfallen“-Trip runterkommen. Also am besten erstmal was komplett anderes machen. Die Gedanken von der Inspirationslosigkeit abwenden und mich mit etwas beschäftigen, bei dem ich abschalten kann. Was bei mir ganz gut hilft, ist Sport, Putzen und Backen. Oder einfach mal die Musik so richtig laut aufdrehen, mitsingen und dazu tanzen.

 2.

Und danach geht’s quasi ans Eingemachte. Ich nehme mir so viel Zeit wie ich will und suche mir ein leeres Blatt oder eine neue Notizbuchseite…auf jeden Fall etwas Unbeschriebenes…und schreibe eine passende Überschrift, damit ich mein Ziel nicht aus den Augen verliere. Und dann gehe ich sehr methodisch vor. Erstmal die Basics, die Fakten. Dann schreibe ich mir Wörter auf, die mir im Zusammenhang mit der Überschrift auf irgendeine Weise hängen geblieben sind. So, und nun kommt das, was ich am blödesten finde, aber irgendwie hilft es mir am Ende doch immer. Ich schreibe all’ die schrecklichen, langweiligen, abgedrehten, unrealistischen Ideen, die ich normalerweise verwerfen würde, einfach auf. Das lasse ich dann für ein paar Stunden, manchmal auch Tage oder sogar Wochen genau so. Ich füge nichts hinzu, streiche nichts durch und vor allem mache ich mir keine Gedanken darum. Quasi aufgeschrieben, ums nicht mehr im Kopf zu haben…dieses ganze Thema, dass mich noch um den Verstand bringen könnte.

 3.

Nach dieser „Auslüftungs-Phase“ meines Gehirns, kehre ich wieder zu meinem schön vollgekritzelten Blatt zurück und lese es mir durch. Und dann merke ich auch schon, bei welchen Wörtern oder Stichpunkten ich schnell hängen bleibe. Ein feines Netz beginnt sich zu spinnen, neue Ideen kommen. Ich schreibe sie auf. Spinne umher. Kritzle die Ränder voll. Ich versinke regelrecht in meinen Gedanken, habe Spaß und sprühe vor Inspiration. Meine Festgefahrenheit vom Anfang hat sich aufgelöst.

Und so sieht das dann meistens aus:

 

Manchmal hilft es einfach nur einen Schritt zurück zu treten und sich Zeit zu geben. Kreativität und Inspiration können nicht erzwungen werden….sowieso, Zwänge sind nie so das Optimalste. Ich find’s übrigens ziemlich hilfreich sich in einem inspirierenden Moment einfach alle genialen Ideen oder Pläne aufzuschreiben, sodass man in so einem verflucht  ideenlosen Moment einfach ein kleines Backup hat. Denn niemand ist so ein krasser Supermensch und 24/7 inspiriert^^

Der Fake is real.

Zugegebenermaßen wird das ein recht spontaner Blogpost. Und während ich das hier schreibe, weiß ich noch nicht so genau wo das Ganze hinführen soll, aber hey…no risk no fun ^^

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gestelltes Instagram-Bild

Alsoo…wo fängt man an, wenn man über Instagram und sonstigen Social Media Quatsch schreiben will? Wenn man sich fragt, was es Leuten bringt auf all diesen Kanälen ein perfektes Leben vorzugaukeln, aber eigentlich in einem tiefen Loch zu versinken (ich will hier absolut nicht generalisieren, es gibt auch unfassbar tolle, echte & ehrliche Accounts)? Und überhaupt, bin ich es selbst als Privatperson nur dann wert, angesprochen oder als „würdig“ betrachtet zu werden, wenn ich tausende Follower und Likes habe? Diese unfassbar riesige Social Media Welt ist mir ehrlich gesagt ziemlich unheimlich. Ich weiß manchmal schon gar nicht mehr was nun also echt ist und was nicht. Hinterlässt X mir jetzt nur einen netten Kommentar, damit ich aufmerksam auf sie werde oder, weil sie meinen Content wirklich mag? Und was ist mit diesen Leuten, die einfach alles liken, nur weil sie denken, dass es das einzige ist, was die Leute wollen? Likes? Ist es das worum es im Leben geht?

Versteht mich nicht falsch, Instagram ist eine tolle Inspirationsquelle und es gibt so unfassbar viele wunderschöne Accounts, die ich über alles liebe. Und doch ist da immer dieser ekelhafte Beigeschmack, dass das alles nur ein Spiel ist. Nicht Content, sondern Fame. Nicht Realität, sondern Fake. Manchmal denke ich, dass das Einzige, dessen man sich noch sicher sein kann in diesem super aufmerksamkeits-geilen Social Media-Dschungel, der Fake ist. Sicher, das ist nicht so ganz wahr und reichlich überspitzt, aber manchmal hat es doch den Anschein. Es ist dann so, als wären Dinge, nur, weil ich sie nicht poste gar nicht „real“, weil: Oh…du warst im Land X?! Das wusste ich ja gar nicht, du hast das ja gar nicht gepostet.

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der gleiche Abend-ungestellt & unbearbeitet

Ich bin ziemlich froh, dass es trotz dieser ganzen künstlichen Realität auch immer noch Menschen gibt, die diesen Zirkus etwas anders betrachten, sich davon nicht beeinflussen lassen oder es einfach aus ihrer ganz eigenen Perspektive betrachten. Einen Instagram-Acccount (und natürlich auch Blog!!), den ich in dieser Hinsicht unfassbar genial finde, ist der von Jana Wind @bekleidet*. Sie spielt auf sehr gekonnte Weise mit der Realität der Instagram-Nutzer. Ihre Bilder und Posts zum Thema #isitreal finde ich einfach unfassbar inspirierend und scharfsinnig. Ein Blick auf ihre Seite ist auf jeden Fall lohnenswert. Und ich hoffe, dass in Zukunft noch so viel mehr Menschen zu der Erkenntnis kommen, dass man auf Instagram und Co. nicht alles für bare Münze nehmen sollte und sich tatsächlich öfter mal die Frage stellen „Is it real?“.

 

 

*Werbung, weil Verlinkung (obwohl ich nicht dafür bezahlt werde und überhaupt, ist das eigentlich keine „richtige“ Werbung…aber diese neue Datenschutzsache zwingt mich eben dazu das so zu markieren :/ )

« My Face For The World to See »

Also bevor irgendwelche Spekulationen bezüglich des Titels aufkommen, kann ich schon mal sagen: Ja, ich bin mir bewusst, dass es ein gleichnamiges Buch von Alfred Hayes gibt und ja, es hat mich zu diesem Post inspiriert, aber mehr hat das Ganze auch nicht miteinander zu tun.

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” my face for the world to see “

Während es in Hayes Buch also um das Leben im Hollywood der 1950er geht, dreht es sich in diesem meiner Gedankenergüsse (was eine Formulierung^^) mehr um das Thema „Selbstvertrauen“. Denn welcher Titel könnte schon bezeichnender sein als „My Face For the World to See“…ich mein’, sein Gesicht der Welt hinzuhalten verlangt schon einiges an Mut ab. Und ich rede hier nicht nur vom Gesicht im wortwörtlichen, sondern auch im metaphorischen Sinne. Sich selbst der Welt zu präsentieren, zu zeigen: „hey, hier bin ich und genau so bin ich“. Das hat natürlich viel mit Selbstliebe und -akzeptanz zu tun…deshalb dieser Post. Denn, ich muss gestehen, ich bin schon immer etwas ängstlich gewesen, habe mich vor Menschen gegraut…vor dem, was sie über mich denken würden, habe mich nicht gerne auf Fotos gesehen und vor allem, hatte nicht das Selbstvertrauen mein Gesicht, also mich selbst, zu zeigen. Eigentlich ziemlich traurig, wenn ich so darüber nachdenke.

« Würde ich mich selbst treffen,

ich würde nicht mit mir befreundet sein wollen. »

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ein lachendes Ich

Oftmals habe ich mich klein gemacht und so was wie Selfies machen oder kleine Fotoshootings waren für mich der absolute Horror. Nicht, weil ich mich hässlich fand, oder andere so was gesagt hätten, sondern vielmehr, weil ich einfach kein Vertrauen in mich hatte. Ich habe mich einfach davor gegraut mich zu sehen. Habe mich selbst verachtet.

Ich weiß noch, irgendwann habe ich mal gedacht: Würde ich mich selbst treffen, ich würde nicht mit mir befreundet sein wollen. Als ich ein paar Jahre später darüber nachgedacht habe, ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen…ich mochte mich selbst nicht, weil ich immer Angst hatte meinen perfekten, unrealistischen Erwartungen nicht gerecht werden zu können. Ich kannte meinen eigenen Wert nicht und dachte jeder ist markellos und hat nur gute Seiten an sich. Aber das stimmt nicht.

Selbstliebe ist, wenn ich auch meine schlechten Seiten akzeptiere. Als mir das bewusst geworden ist, war auf einmal alles viel leichter. Ich habe mir selbst weniger Druck gemacht, war entspannter und auf einmal, oh Wunder, fand ich es gar nicht mehr so schlimm mein Gesicht auf Fotos zu sehen. Quasi „My Face For Me to See“. Ich habe sogar angefangen Fotos von mir selbst zu machen. Und nicht, weil ich auf einmal zur selbstverliebten Pute geworden bin, sondern, einfach, weil es mir Spaß macht Gedanken in Fotos umzusetzen und ich keine andere Person zum Fotografieren hatte. Früher wäre eine solche Sache undenkbar gewesen. Aber heute komm’ ich klar. Mag mich mehr als früher. Und das ist für mich das Wichtigste.