Geschenkidee// Dein eigenes Buch

Ja, ich geb’s zu….ich bin ziemlich im Stress. Dieses vorweihnachtliche Chaos von Terminen, Deadlines und Dingen, die uuunbedingt seeehr dringend noch VOR Weihnachten erledigt werden müssen, holt mich jedes Jahr immer wieder mit voller Wucht ein. Und ganz nebenbei müssen natürlich auch noch Geschenke für die ganzen lieben Menschen in meinem Leben besorgt werden. Schon allein erstmal Ideen für Geschenke zu haben, ist manchmal gar nicht so einfach.

Dadurch, dass ich in der Uni grade an einem Fotoprojekt arbeite und mich in diesem Zug eben auch mit der Gestaltung von Büchern beschäftige, bin ich auf eine, wie ich finde, ziemlich schöne und relativ einfache DIY-Geschenkidee gekommen. Ich würde jetzt nicht unbedingt sagen, dass sie unbedingt an Weihnachten geknüpft sein muss…zum Geburtstag ist sie mindestens genauso gut^^

Was nun also meine so krass tolle („leichte“ Übertreibung an dieser Stelle^^) Geschenkidee ist: ein selbst gemachtes kleines Rezept-Büchlein. Meine Anleitung dazu ist universell einsetzbar…ihr könnt also aus dem Rezeptbüchlein auch ein individuelles Notizbuch oder ein Sprüchebuch oder weiß-der-Geier-was machen.

In jedem Fall braucht ihr einige grundlegende Dinge. Bevor ihr die zusammensucht, müsst ihr euch über die Größe des Heftes Gedanken machen. A4? A5? Überhaupt keine DIN Größe? Wenn ihr das gemacht habt, dann legt eine Seitenzahl fest. Macht ihr ein leeres Notizheft, müssen sie nicht bedruckt werden. Ansonsten, solltet ihr den Inhalt eures Büchleins natürlich schon vorher auf die Seiten drucken. Dazu macht sich ein Prototyp sehr gut. Einfach so viele Blätter wie benötigt nehmen, auf einen Stapel legen und in der Mitte einmal diagonal falten. Nun auf jede Seite den jeweiligen Inhalt kurz vermerken und schauen, ob das alles so passt wie ihr es euch gedacht habt. Danach kann dann eine endgültige Fassung gedruckt werden.

 

Für ein Heft mit 20 Seiten benötigt ihr:

  • 5 weiße Blätter (oder eben eure bedruckten Seiten)
  • 1 schönes, etwas festeres Blatt (das wird später der „Einband“)
  • ein Bleistift
  • eine dicke Nadel
  • einen dünnen Bindfaden in einer zum „Einband“ passenden Farbe (max. 1m)
  1. Die fünf Blätter zu einem ordentlichen Stapel zusammenlegen und darauf achten, dass alle Kanten so genau wie möglich übereinander liegen. Nun diesen Stapel vorsichtig ein Mal in der Diagonalen kräftig falten. Anschließend auch das stabilere Papier auf die gleiche Art und Weise falten.
  2. Nun die gefalteten Blätter in der Mitte wieder aufklappen und mit einem Bleistift in der Mitte des Falzes eine Markierung machen. Von diesem Punkt aus, im gleichen Abstand nach oben und unten, ebenfalls eine Markierung machen. Für ein Heft der Größe A5 eignen sich ca. 5-7 cm Abstand zwischen den einzelnen Punkten.
  3. Anschließend mit der Nadel genau an diesen Markierungen einstechen und durch alle Papierschichten durchstechen. Wenn alle Seiten gleichzeitig zu dick sind, können sie auch in mehreren Schichten durchstochen werde. Dann müssen die Einstichstellen allerdings wieder neu markiert werden.
  4. Das Gleiche Prozedere von markieren und durchstechen nun bei dem „Einband“-Papier wiederholen. Die Markierungen sollten allerdings identisch mit denen des restlichen Papiers sein. Sonst hält das Büchlein nicht gut zusammen.
  5. Nun alle Seiten in den „Einband“ legen und mit Nadel und faden vernähen. Dazu in der Mitte von innen einstechen und keinen Knoten in das Band machen. Stattdessen ein Stück von mindestens 10 cm übrig lassen. Den Faden von der Mitte aus nach außen in das obere Loch führen, dann wieder innen in die Mitte stechen. Jetzt wieder von außen, allerdings in das unterste Loch, einstechen. Wer das Buch besonders fest binden möchte, wiederholt das Ganze  von Beginn an noch mal. Ansonsten einfach beide Enden des Fadens sehr fest ziehen und in der Mitte der Innenseite des Büchleins fest verknoten.
  6. Nun kann das Heft nach Herzenslust gestaltet und verschönert werden.
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Hey du, …ich hab’ was zu sagen!

Ich rede nicht sofort drauf los. Ich warte ab, beobachte die Situation und dann, vielleicht, werde ich eventuell was sagen…vielleicht aber auch nicht. In einer Gruppe fremder Personen bin ich wohl diejenige, die schnell als schüchtern abgestempelt wird, vielleicht als arrogant oder sogar langweilig. Aber, nur, weil ich nicht sofort schreie „Hey…ich seh’ das so und so!“, heißt das noch lange nicht, dass ich keine eigene Meinung habe. Ich merke, dass ich öfter mal übergangen werde oder, dass das, was ich sage nicht für voll genommen wird. Und das nicht, weil es keinen Wert hat, sondern einfach, weil ich es scheinbar nicht so gut „verpacken“ kann, wie manch anderer. Es gibt immer Menschen, die präsenterer, extrovertierterer oder sprachlich gewandter sind als ich. Auf dem Papier mit Wörtern umgehen, ist für mich kein Problem, ich würde sogar behaupten, dass ich mich ganz gut darauf verstehe. Aber Konversation betreiben?! Nun, sagen wir mal, da gibt es noch einiges zu tun.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass in den Augen der Gesellschaft jemand extrovertiertes auch gleichzeitig ein „wertvollerer“ Mensch ist. Dabei muss man seine Ansichten doch nicht immer jedem unter die Nase reiben und damit hausieren gehen (ich weiß…das ist reichlich übertrieben…aber Übertreibung macht nun mal auch anschaulich). Im symbolischen Sinne gesprochen, sind leise Aussagen keinesfalls weniger wert als die lauten. Aber warum sieht das denn niemand? Warum sind die meisten nur so auf Menschen fixiert, die „entertaining“ sind? (an dieser Stelle schüttle ich meinen Kopf und denke mir nur „…ach, diese Gesellschaft“ und seufze bedeutungsvoll).

 

 

Und, wenn jemand nun mal ein bisschen länger braucht, um sich wohl zu fühlen und locker reden zu können, was ist so schlimm daran?! Wenn ich eher der Typ Mensch bin, der zurückhaltend ist, bedeutet das nicht, dass ich übersehen werden will. Und vor allem gibt es niemandem das Recht, mich negativ zu bewerten und zu dem Schluss zu kommen, dass ich keine Meinung oder gar Persönlichkeit hätte, nur, weil ich mit meinen Ansichten hinterm Berg halte. Und das hat auch nichts damit zu tun, dass diese irgendwie altmodisch, verrückt oder vielleicht sogar verboten sein könnten (nicht, dass ich solche Ansichten hätte, aber es wird eben schnell angenommen, dass man etwas zu verbergen hätte, wenn man nicht sofort seinen Senf zu etwas dazu gibt), sondern ist einfach Teil meiner Persönlichkeit.

Ich bin nicht farblos, durchschnittlich, ablehnend oder spießig, nur, weil ich es nicht raushängen lasse, wie toll ich, meine Ansichten und mein Leben sind (leicht sarkastischer Unterton an dieser Stelle). Ehrlicherweise und mal ganz platt ausgedrückt, steht mir dieses ganz soziale Rumgepose einfach nicht. Und dann ist das eben so. Aber reinstecken in diese „graue Maus“-Schublade, lasse ich mich deshalb nicht, okay? Okay.

 

~ich, in einem Selbstgespräch

Ist das Kunst oder kann das weg?

Bevor ich hier nun also ein großes Fass aufmache und anfange über Kunst zu reden, sei eines gesagt: Ich bin wahrlich kein Profi, Experte oder Besserwisser. Nur eine kleine Kunststudentin, die sich tierisch über die ‚Das-soll-Kunst-sein-das-kann-ich-doch-auch’ Typen aufregt.

Für mich gibt es, was Kunst angeht, eine sehr wichtige Unterscheidung. Nämlich die zwischen handwerklich einwandfreiem Schaffen, dass ästhetisch einfach ansprechend und dazu noch selbsterklärend ist UND dem, was oft einfach nur abgetan wird, weil: ‚das sieht doch nicht schön aus’. Oder ‚nen Farbklex kann ich auch an die Wand klatschen’. Oder ‚Und das soll Kunst sein?!’…wobei bei Letzterem der Mund spöttisch verzogen und ein verächtlicher Blick geworfen wird.

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Kunst hinterlässt Spuren

Aber genau DAS ist Kunst. Dinge, wie bis ins kleinste Detail gezeichnete und super realistisch anmutende Porträts sind (Schande über mich, dass ich es so unverblümt ausdrücke) für mich einfach keine Kunst. Zweifelsohne sind sie kunstvoll, aber aus meiner Sicht ist das astreines Handwerk, aber keine Kunst. Denn zumeist haben diese Werke keinen anderen Sinn als schön anzusehen zu sein…versteht mich nicht falsch, nichts ist daran verwerflich…es ist einfach nur nicht das, was für mich Kunst ausmacht. Und, um es mal ganz deutlich zu formulieren: Kunst. Muss. Nicht. Schön. Sein! Denn Kunst ist, wenn das was du ansiehst, etwas mit dir macht. Sie regt dich zum Denken an, wirft Fragen auf, hinterlässt bleibende Spuren. Kunst ist, um es mal ganz dramatisch zu sagen, Ausdruck einer Seele. Denn der Künstler legt seine intimsten Gedanken, Ängste und Probleme ganz offen dar. Bringt sie zum Ausdruck, verarbeitet sie, macht sie sichtbar.

Und da finde ich es nur allzu respektlos, wenn Menschen nicht einmal die Offenheit und Unvoreingenommenheit besitzen, das Werk eines Künstlers genauer zu hinterfragen. Man muss kein Fan von aller Kunst sein…es gibt einfach Dinge, die mag man nicht. Das ist okay und auch gut so. Und dennoch sollte jeder so viel Respekt vor dem Künstler als Menschen besitzen als, dass er dessen Kunst nicht gleich beim ersten Blick verurteilt.

 

” And art wasn’t supossed to look nice;
it was supossed to make you feel something. ”
– unknown

 

 

Wieso Ich In Keine Schublade Passe

0085tMenschen stecken dich in eine Schublade. Ob du willst oder nicht. Sie sehen dich das erste Mal an und sofort bist du ein Streber, Snob, Draufgänger oder was auch immer für Klischees in ihren Köpfen vorherrschen.

Dabei bist du so viel mehr als das. Wer sagt schon, dass du nicht strebsam sein kannst und trotzdem Spaß am Leben hast? Wieso kann es nicht zusammenpassen, dass ich auf der einen Seite gerne Weltliteratur lese und andererseits Rap nicht abgeneigt bin? Und wieso überhaupt lassen wir uns manchmal solche Klischees aufdrängen?

Ganz einfach: Weil wir anfangen zu glauben was andere über uns denken. Tagtäglich werden wir ganz unbewusst mit Vorstellungen von uns selbst konfrontiert. Werden wir für etwas gelobt, nehmen wir es als positiv an und identifizieren uns automatisch damit. Dinge, die in unserem Umfeld als negativ an uns bewertet werden, beginnen wir abzulehnen und nehmen dazu oftmals selbst eine kritische Haltung ein. All das prägt unsere Persönlichkeit; bringt gewisse Seiten an uns mehr zum Vorscheinen als andere. Und trotzdem heißt das nicht, dass diese verborgenen Seiten an uns „schlecht“ sind oder nicht zu uns passen können.

Wer hat schon zu sagen, ob dieses Hobby oder jene Vorliebe zu 0086tmeinem „Typ“ passt? Oh, stimmt ja… niemand außer mir selbst! Ich bin wer ich bin. Theoretisch  kann ich mich jeden Tag neu erfinden, jemand anderes sein oder komplett das Gegenteil von dem tun, was man von mir erwartet. Solange ich mich selbst damit wohl fühle, ist alles daran richtig.

Auch, wenn wir im ersten Moment vielleicht wie ein Mauerblümchen, Gangster oder Lackaffe aussehen mögen, hinter jedem steckt mehr als auf den ersten Blick offensichtlich ist. Und ist nicht gerade das Verborgene, Unerwartete und Neue das, was die Menschen so interessant macht? Was uns dazu bewegt sie zu mögen, ihnen zu vertrauen und einfach nur Spaß mit ihnen zu haben?

      ~ich, in einem Selbstgespräch

Gedicht in den Bildern: @atticuspoetry