« My Face For The World to See »

Also bevor irgendwelche Spekulationen bezüglich des Titels aufkommen, kann ich schon mal sagen: Ja, ich bin mir bewusst, dass es ein gleichnamiges Buch von Alfred Hayes gibt und ja, es hat mich zu diesem Post inspiriert, aber mehr hat das Ganze auch nicht miteinander zu tun.

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” my face for the world to see “

Während es in Hayes Buch also um das Leben im Hollywood der 1950er geht, dreht es sich in diesem meiner Gedankenergüsse (was eine Formulierung^^) mehr um das Thema „Selbstvertrauen“. Denn welcher Titel könnte schon bezeichnender sein als „My Face For the World to See“…ich mein’, sein Gesicht der Welt hinzuhalten verlangt schon einiges an Mut ab. Und ich rede hier nicht nur vom Gesicht im wortwörtlichen, sondern auch im metaphorischen Sinne. Sich selbst der Welt zu präsentieren, zu zeigen: „hey, hier bin ich und genau so bin ich“. Das hat natürlich viel mit Selbstliebe und -akzeptanz zu tun…deshalb dieser Post. Denn, ich muss gestehen, ich bin schon immer etwas ängstlich gewesen, habe mich vor Menschen gegraut…vor dem, was sie über mich denken würden, habe mich nicht gerne auf Fotos gesehen und vor allem, hatte nicht das Selbstvertrauen mein Gesicht, also mich selbst, zu zeigen. Eigentlich ziemlich traurig, wenn ich so darüber nachdenke.

« Würde ich mich selbst treffen,

ich würde nicht mit mir befreundet sein wollen. »

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ein lachendes Ich

Oftmals habe ich mich klein gemacht und so was wie Selfies machen oder kleine Fotoshootings waren für mich der absolute Horror. Nicht, weil ich mich hässlich fand, oder andere so was gesagt hätten, sondern vielmehr, weil ich einfach kein Vertrauen in mich hatte. Ich habe mich einfach davor gegraut mich zu sehen. Habe mich selbst verachtet.

Ich weiß noch, irgendwann habe ich mal gedacht: Würde ich mich selbst treffen, ich würde nicht mit mir befreundet sein wollen. Als ich ein paar Jahre später darüber nachgedacht habe, ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen…ich mochte mich selbst nicht, weil ich immer Angst hatte meinen perfekten, unrealistischen Erwartungen nicht gerecht werden zu können. Ich kannte meinen eigenen Wert nicht und dachte jeder ist markellos und hat nur gute Seiten an sich. Aber das stimmt nicht.

Selbstliebe ist, wenn ich auch meine schlechten Seiten akzeptiere. Als mir das bewusst geworden ist, war auf einmal alles viel leichter. Ich habe mir selbst weniger Druck gemacht, war entspannter und auf einmal, oh Wunder, fand ich es gar nicht mehr so schlimm mein Gesicht auf Fotos zu sehen. Quasi „My Face For Me to See“. Ich habe sogar angefangen Fotos von mir selbst zu machen. Und nicht, weil ich auf einmal zur selbstverliebten Pute geworden bin, sondern, einfach, weil es mir Spaß macht Gedanken in Fotos umzusetzen und ich keine andere Person zum Fotografieren hatte. Früher wäre eine solche Sache undenkbar gewesen. Aber heute komm’ ich klar. Mag mich mehr als früher. Und das ist für mich das Wichtigste.

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So That’s Adulthood…? // Benjamin The Elephant Cake

Woran kann ich erkennen, dass ich erwachsen bin? An einer Zahl? Den ersten Falten? Dem Druck der Gesellschaft ’endlich erwachsen zu werden’?

Das Erste was mir dazu in den Kopf kommt: ’Natürlich hat Erwachsen-Sein nichts mit einer Zahl zu tun….denk doch mal nach! Es ist vielmehr eine Frage der Betrachtung der Welt, der eigenen Person und der Reife des Denkens und Handelns.

 

Und dann fange ich richtig an zu denken. Denn das Problem liegt bei mir genau in der Kontroversität, die sich in obigem Gedankengang widerspiegelt. Was, wenn ich mich nicht erwachsen fühle, aber mich trotzdem ziemlich oft dabei ertappe, wie ich denke: ’Ich passe hier einfach nicht rein…gedanklich bin ich doch eher eine Oma, als das junge sprühende Leben, was ich eigentlich sein sollte.’?

Ganz oft merke ich, dass ich mir selbst gar nicht so sicher bin wie erwachsen oder eben unerwachsen ich eigentlich bin. Da ist einerseits diese Zahl, die sagt: ’Du bist erwachsen, du hast die volle Verantwortung für all dein Handeln.’ und auf der anderen Seite sehe ich mich im Spiegel an und sehe eine junge Frau…oder doch ein junges Mädchen? Ich bin verwirrt. Bin ich nun erwachsen oder nicht? Muss das so? Fühlt sich das Erwachsen-Sein so an?

In den meisten Momenten kann ich mich beim besten Willen einfach nicht mit meiner Generation, ’Peer-Group’ oder wie auch immer man es nennen mag, identifizieren. Ich fühle mich zu alt. Zu grüblerisch. Zu anders.

Doch mein Aussehen schreit für die meisten Erwachsenen wahrscheinlich ’MÄDCHEN!’. Nicht Frau, nicht junge Frau, sondern eben einfach nur Mädchen. Und schon fühle ich mich auch unter Erwachsenen wieder ganz merkwürdig…denn selbst, wenn es gedanklich passen würde, werde ich immer nur wie ein Mädchen angesehen. Und das verwirrt mich reichlich. Wo gehöre ich denn nun hin? Erwachsen? Nicht erwachsen?

Ich glaube, ich werde noch ziemlich viele Stunden damit zubringen dieses Thema hin und her zu wälzen. Fürs Erste werde ich mich wohl mit diesem merkwürdigen, schwebenden Zustand zufrieden geben müssen. Aber das passt schon…bis ich zu einem endgültigen Schluss gekommen bin, wird noch einiges Wasser den Berg hinunterlaufen. Mal sehen, wie ich später über diesen Gedankenerguss denken werde^^

Jetzt esse ich erstmal ein Stück von dieser köstlichen Torte! Kennt ihr diese Benjamin Blümchen Torten aus der Tiefkühltruhe? Die gab’s früher immer bei allen meinen Freunden zum Geburtstag und ich war unfassbar begeistert von so einer riiiieeesigen Torte. Heute weiß ich, dass die Torte nicht riesig ist und wahrscheinlich auch reichlich vollgepumpt mit Zusatzstoffen und sonstigem ungesunden Kram^^ Als Erinnerung an wundervolle Kindergeburtstage nun also das Rezept für eine Benjamin Blümchen Torte. ‘Cheers to the child in me!’

200 g Zucker
200 g weiche Butter/Margarine
4 Eier/Ei-Eersatz
140 g Mehl
2 TL Backpulver
2 TL Vanilleextrakt
6 TL Milch

  1. Den Ofen auf 180° (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
  2. Alle Zutaten zu einem glatten Teig verrühren und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben. Nun für mindestens 15 Minuten backen. Danach gut auskühlen lassen und anschließend vier gleich große Kreise ausschneiden.

1 Tafel Zartbitter-Schokolade
350ml vegane Schlagsahne
4 Beutel vegane Gelatine (Agar-Agar)
2 EL Erdbeer-Püree/Erdbeer-Marmelade
Puderzucker (wahlweise für die Sahne…manche mögen sie lieber gezuckert, andere nicht…deshalb keine genaue Mengenangabe)

  1. Die Schokolade schmelzen und währenddessen 100ml ‘Sahne’ aufschlagen (mit oder ohne Zucker). 1,5 Beutel ‘Gelatine’ nach Packungsanleitung mit der ‘Sahne’ verarbeiten und anschließend die flüssige Schokolade hinzugeben.
  2. Mit der Schokosahne jeweils zwei der vier Böden ‘zusammenkleben’, sodass zwei dickere Böden entstehen. Den unteren Boden mit der restlichen Schokosahne bestreichen und den anderen Boden obenauf legen. Das Ganze für mindestens 1 Stunde kühlen.
  3. In der Zwischenzeit 200ml ‘Sahne’ aufschlagen (mit oder ohne Zucker). 2 Beutel ‘Gelatine’ nach Packungsanleitung mit der ‘Sahne’ verarbeiten, danach das Erdbeer-Püree/die Erdbeer-Marmelade untermischen. Die Masse nun so lange in den Kühlschrank stellen bis die Schokosahne zwischen den Kuchenböden angedickt ist.
  4. Den Kuchen aus dem Kühlschrank nehmen und mit der Erdbeer-‘Sahne’ rundherum bestreichen. Die Torte nochmals 1 Stunde kühlen.
  5. Die restliche ‘Sahne’ aufschlagen und mit dem Rest ‘Gelatine’ verarbeiten. Das Ganze so lange in den Kühlschrank stellen bis die Torte fertig durchgekühlt ist.
  6. Die ‘Sahne’ in einen Spritzbeutel füllen und auf die Torte aufspritzen. Zum Schluss noch bunte Streusel auf die Torte rieseln lassen.

Everybody Is A Genius//A Piece Of Poetry & Breakfast Waffles

„everybody is a genius. but if you judge a fish by its ability to climb a tree, it will live its whole life believing that it is stupid.“ –albert einstein

 

 

Jeder Mensch ist anders. Hat andere Stärken, andere Schwächen. Die Frage ist nur, wo man seinen Maßstab setzt. Wer oder was definiert unsere Stärken? Unsere Schwächen? Es gibt Menschen, die sind besonders begabt in Mathematik, Kunst, Musik. Aber was ist mit den Menschen, die nicht in so eine „Kategorie“ passen? Haben diese Leute keine Stärken? Oder sind sie einfach der allseits gefürchtete Durchschnitt? Das Mittelmaß? Die Langweiligkeit in Person?

Also was wäre, wenn wir uns einfach mal losmachten von all den Kategorien und Schubladen, in die wir die Menschen nur allzu oft und vor allem viel zu früh stecken?

Da wird auf einmal der „perfekte“ Durchschnitts-Mensch zum Talente-Träger. Das Mädchen, das im Deutschunterricht so mittelmäßig war, zur Schreibakrobatin und der langweilig anmutende Junge zum talentierten Schauspiel-Studenten.  

Ich selbst muss gestehen, was das Schreiben angeht, habe ich unfassbar viel Spaß daran. Nichtsdestotrotz weiß ich, dass es Menschen gibt, die sich besser ausdrücken können. Witziger schreiben. Poetischer sind.

Eine ganz große „Schreibschwäche“ (falls man es denn so nennen mag) von mir ist, dass ich absolut unbegabt bin was Poesie angeht. Gedichte und Songtexte schreiben ist der absolute Horror für mich. Reimen kann ich nicht. Kurze Zeilen sind nicht so meins. Mein Gehirn braucht platzt zum Schreiben. Freiraum.

Doch es gibt Menschen die ticken da anders. Da ist die Enge eines Einzeilers die größte Freiheit.Eine Freundin von mir (Anna) schreibt seit einiger Zeit wirklich wundervolle Short Stories und kleine poetische Texte. Um ehrlich zu sein, war ich aufs Äußerste überrascht, als sie mir das erste Mal einen ihrer Texte gezeigt hat. Ich war zutiefst berührt und gleichzeitig so beschämt. Wie konnte ich sie, eine meiner besten Freundinnen, in eine Schublade stecken…in die Nicht-Poetisch-Schublade?

Inzwischen bin ich absoluter Fan ihrer Gedankenergüsse. Kann mich gar nicht satt lesen an ihren Worten. Bin manchmal süchtig nach den Bildern, die sie mit ihren Worten in meinen Kopf malt. 

 

 

Diese beiden wundervollen Short Short Stories haben in mir gleich das Verlangen nach einem sonnigen Tag am Meer hervorgerufen. Nicht, dass ich es sonderlich weit hätte bis zum Wasser, schließlich wohne ich ja am Meer^^. Und trotzdem war da in meinem Kopf diese leichte salzige Brise, die glitzernde Sonne, das Tanzen der Wellen, das Kreischen der Möwen.

Könnte ich daraus den perfekten Tag machen, würde er wahrscheinlich mit frischen Haferflocken-Waffeln zum Frühstück unter freiem Himmel mit allen meinen Freunden beginnen. Und natürlich dürfte Anna nicht fehlen ^^

Frühstückswaffeln

  1. 125g zarte Haferflocken
  2. 250ml Milch/Wasser 
  3. 35g Butter/Kokosfett
  4. 2 El Zucker
  5. 2 Eier/1 Banane
  6. 1 Prise Salz
  7. Die Haferflocken mit der Milch bei kleiner Hitze für 15 Minuten quellen lassen.
  8. Nun das Waffeleisen vorbereiten und anschließend alle Zutaten mit der Haferflocken-Masse verrühren.
  9. Jeweils 3-4 Esslöffel in die Mitte eures Waffeleisens geben und die Waffeln backen. Am Besten schmecken sie super frisch und heiß, nur mit Früchten oder einfach pur.

Nobody is the same. Every person has different facets. Some have the asset of being good at arts, others are brilliant math geniuses. But what if someone doesn’t fit into such categories? What if you’ve been good, not bad but also not great…just good, at writing? Are you the average? Does that make you less valuable than others, just because you’re not the best in those categories?

Well than, what if you’d forget these categories just for a second or two? And than ask yourself whatyou’re really good at. Helping other people? Making them laugh? Maybe you’re good at talking and giving speeches. Or you’re the master of solving problems. See…there is always something that you’re good at.

A close friend of mine has always been all right in writing. Her skills weren’t the best but also not the worst. So I never ever thought that she would be such a great poetical writer as it turned out later on. Her short stories and poetry is lovely.

When I read her words I am fascinated by the way she uses them. For me, who never was a poetical writer, it is fascinating how she handles language. How all the words she’s writing make sense. How powerful they are. And what pictures they’re drawing into my mind.

One particular picture is the one where I spend a lovely day at the sea with all my friends. And the whole day would start off with freshly baked oat waffles.

Breakfast Waffles125g oats

  • 250ml milk/water
  • 35g butter/coconut fat
  • 2 tbsp sugar
  • 2 eggs/1 banana
  • a pinch of salt
  1. Heat the milk together with the oats on low heat for 15 minutes.
  2. Prepare your waffle iron and add all the ingredients to your oat/milk mixture.
  3. Spoon 3-4 tbsp of the dough into the waffle iron and bake your waffle unil it got golden.