Wieso Ich In Keine Schublade Passe

0085tMenschen stecken dich in eine Schublade. Ob du willst oder nicht. Sie sehen dich das erste Mal an und sofort bist du ein Streber, Snob, Draufgänger oder was auch immer für Klischees in ihren Köpfen vorherrschen.

Dabei bist du so viel mehr als das. Wer sagt schon, dass du nicht strebsam sein kannst und trotzdem Spaß am Leben hast? Wieso kann es nicht zusammenpassen, dass ich auf der einen Seite gerne Weltliteratur lese und andererseits Rap nicht abgeneigt bin? Und wieso überhaupt lassen wir uns manchmal solche Klischees aufdrängen?

Ganz einfach: Weil wir anfangen zu glauben was andere über uns denken. Tagtäglich werden wir ganz unbewusst mit Vorstellungen von uns selbst konfrontiert. Werden wir für etwas gelobt, nehmen wir es als positiv an und identifizieren uns automatisch damit. Dinge, die in unserem Umfeld als negativ an uns bewertet werden, beginnen wir abzulehnen und nehmen dazu oftmals selbst eine kritische Haltung ein. All das prägt unsere Persönlichkeit; bringt gewisse Seiten an uns mehr zum Vorscheinen als andere. Und trotzdem heißt das nicht, dass diese verborgenen Seiten an uns „schlecht“ sind oder nicht zu uns passen können.

Wer hat schon zu sagen, ob dieses Hobby oder jene Vorliebe zu 0086tmeinem „Typ“ passt? Oh, stimmt ja… niemand außer mir selbst! Ich bin wer ich bin. Theoretisch  kann ich mich jeden Tag neu erfinden, jemand anderes sein oder komplett das Gegenteil von dem tun, was man von mir erwartet. Solange ich mich selbst damit wohl fühle, ist alles daran richtig.

Auch, wenn wir im ersten Moment vielleicht wie ein Mauerblümchen, Gangster oder Lackaffe aussehen mögen, hinter jedem steckt mehr als auf den ersten Blick offensichtlich ist. Und ist nicht gerade das Verborgene, Unerwartete und Neue das, was die Menschen so interessant macht? Was uns dazu bewegt sie zu mögen, ihnen zu vertrauen und einfach nur Spaß mit ihnen zu haben?

      ~ich, in einem Selbstgespräch

Gedicht in den Bildern: @atticuspoetry

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Everybody Is A Genius//A Piece Of Poetry & Breakfast Waffles

„everybody is a genius. but if you judge a fish by its ability to climb a tree, it will live its whole life believing that it is stupid.“ –albert einstein

 

 

Jeder Mensch ist anders. Hat andere Stärken, andere Schwächen. Die Frage ist nur, wo man seinen Maßstab setzt. Wer oder was definiert unsere Stärken? Unsere Schwächen? Es gibt Menschen, die sind besonders begabt in Mathematik, Kunst, Musik. Aber was ist mit den Menschen, die nicht in so eine „Kategorie“ passen? Haben diese Leute keine Stärken? Oder sind sie einfach der allseits gefürchtete Durchschnitt? Das Mittelmaß? Die Langweiligkeit in Person?

Also was wäre, wenn wir uns einfach mal losmachten von all den Kategorien und Schubladen, in die wir die Menschen nur allzu oft und vor allem viel zu früh stecken?

Da wird auf einmal der „perfekte“ Durchschnitts-Mensch zum Talente-Träger. Das Mädchen, das im Deutschunterricht so mittelmäßig war, zur Schreibakrobatin und der langweilig anmutende Junge zum talentierten Schauspiel-Studenten.  

Ich selbst muss gestehen, was das Schreiben angeht, habe ich unfassbar viel Spaß daran. Nichtsdestotrotz weiß ich, dass es Menschen gibt, die sich besser ausdrücken können. Witziger schreiben. Poetischer sind.

Eine ganz große „Schreibschwäche“ (falls man es denn so nennen mag) von mir ist, dass ich absolut unbegabt bin was Poesie angeht. Gedichte und Songtexte schreiben ist der absolute Horror für mich. Reimen kann ich nicht. Kurze Zeilen sind nicht so meins. Mein Gehirn braucht platzt zum Schreiben. Freiraum.

Doch es gibt Menschen die ticken da anders. Da ist die Enge eines Einzeilers die größte Freiheit.Eine Freundin von mir (Anna) schreibt seit einiger Zeit wirklich wundervolle Short Stories und kleine poetische Texte. Um ehrlich zu sein, war ich aufs Äußerste überrascht, als sie mir das erste Mal einen ihrer Texte gezeigt hat. Ich war zutiefst berührt und gleichzeitig so beschämt. Wie konnte ich sie, eine meiner besten Freundinnen, in eine Schublade stecken…in die Nicht-Poetisch-Schublade?

Inzwischen bin ich absoluter Fan ihrer Gedankenergüsse. Kann mich gar nicht satt lesen an ihren Worten. Bin manchmal süchtig nach den Bildern, die sie mit ihren Worten in meinen Kopf malt. 

 

 

Diese beiden wundervollen Short Short Stories haben in mir gleich das Verlangen nach einem sonnigen Tag am Meer hervorgerufen. Nicht, dass ich es sonderlich weit hätte bis zum Wasser, schließlich wohne ich ja am Meer^^. Und trotzdem war da in meinem Kopf diese leichte salzige Brise, die glitzernde Sonne, das Tanzen der Wellen, das Kreischen der Möwen.

Könnte ich daraus den perfekten Tag machen, würde er wahrscheinlich mit frischen Haferflocken-Waffeln zum Frühstück unter freiem Himmel mit allen meinen Freunden beginnen. Und natürlich dürfte Anna nicht fehlen ^^

Frühstückswaffeln

  1. 125g zarte Haferflocken
  2. 250ml Milch/Wasser 
  3. 35g Butter/Kokosfett
  4. 2 El Zucker
  5. 2 Eier/1 Banane
  6. 1 Prise Salz
  7. Die Haferflocken mit der Milch bei kleiner Hitze für 15 Minuten quellen lassen.
  8. Nun das Waffeleisen vorbereiten und anschließend alle Zutaten mit der Haferflocken-Masse verrühren.
  9. Jeweils 3-4 Esslöffel in die Mitte eures Waffeleisens geben und die Waffeln backen. Am Besten schmecken sie super frisch und heiß, nur mit Früchten oder einfach pur.

Nobody is the same. Every person has different facets. Some have the asset of being good at arts, others are brilliant math geniuses. But what if someone doesn’t fit into such categories? What if you’ve been good, not bad but also not great…just good, at writing? Are you the average? Does that make you less valuable than others, just because you’re not the best in those categories?

Well than, what if you’d forget these categories just for a second or two? And than ask yourself whatyou’re really good at. Helping other people? Making them laugh? Maybe you’re good at talking and giving speeches. Or you’re the master of solving problems. See…there is always something that you’re good at.

A close friend of mine has always been all right in writing. Her skills weren’t the best but also not the worst. So I never ever thought that she would be such a great poetical writer as it turned out later on. Her short stories and poetry is lovely.

When I read her words I am fascinated by the way she uses them. For me, who never was a poetical writer, it is fascinating how she handles language. How all the words she’s writing make sense. How powerful they are. And what pictures they’re drawing into my mind.

One particular picture is the one where I spend a lovely day at the sea with all my friends. And the whole day would start off with freshly baked oat waffles.

Breakfast Waffles125g oats

  • 250ml milk/water
  • 35g butter/coconut fat
  • 2 tbsp sugar
  • 2 eggs/1 banana
  • a pinch of salt
  1. Heat the milk together with the oats on low heat for 15 minutes.
  2. Prepare your waffle iron and add all the ingredients to your oat/milk mixture.
  3. Spoon 3-4 tbsp of the dough into the waffle iron and bake your waffle unil it got golden.

Peace & Silence//A Winter Memory

 

 

„Ein Lebensgefühl einzufangen ist eine Kunst. Nichts vermag dies mehr zu tun als die Kunst selbst…und Essen. Nichts ist erinnerungsträchtiger als Essen.“

 

Und dann wachte ich auf und war im Wunderland. Es fühlte sich an, als hätte sich die Welt dazu entschlossen ruhiger zu werden. Eine Pause zu machen von all dem Lärm und der Geschäftigkeit.

Große, weiche Schneeflocken fallen auf die Bäume. Die Häuser. Die Welt. Für einen winzigen Moment konnte ich erahnen wie sich bedingungsloser Frieden anfühlen muss. Niemals hätte ich gedacht, dass ich mich so sehr nach tiefster Stille in mir sehnen würde. „Was, wenn du in diesem Moment die Zeit anhalten könntest? Was, wenn dieses Gefühl niemals enden würde?“ fragte mich die weiße Welt da draußen.

Die Kälte küsst meine Haut als ich das Fenster öffnete. Selbst der Lärm, verursacht durch einen Schneeschieber, klingt wie ein Flüstern in der Kälte des Morgens. Ich hielt meine Hand gen Himmel. Fange die tanzenden Schneeflocken ein. „Wie magisch diese kalte Welt doch sein kann.“ wispern meine Augen den Fußstapfen im Schnee zu.

Meine eisigen Finger umschlossen die Seiten einer Kamera. Niemals hat sich irgendetwas so real und zugleich doch unerreichbar angefühlt. „Soll ich?“ fragte mein Finger, auf dem Auslöser platziert und gewillt abzudrücken.

Und da war es. Eine winzige Fotografie. Einen so wertvollen Moment für eine Ewigkeit festhaltend. Frieden und Stille. Gedruckt auf Papier.

 

Vegane Kokosnuss-Pralinen:

  • 100g vegane Sahne (zB Rice Cuisine)
  • 200g weiße vegane Schokolade
  • 150g Koksraspeln
  • 50g Kokosraspeln zum Wälzen
  1. Die Sahne in einem Topf erhitzen. Darin die Schokolade unter Rühren schmelzen.
  2. Das Ganze kürz abkühlen lassen, dann die Koksraspeln unterrühren. Anschließend die Masse für zwei Stunden kühl stellen.
  3. Nun kleine Kugeln formen und diese dann abschließend in Koksraspeln wälzen. Die Pralinen halten sich eine gute Woche im Kühlschrank.

 

 

„To preserve the memories we made in life is an art itself. But nothing is more capable of doing so than art…and food. Nothing carries more memories than food.”

 

And then I woke up and was in wonderland. It felt as if the world had decided to slow down. To take a break from all the noise and busyness.

Big, fluffy snow flakes fell upon the trees. The houses. The world. For a tiny moment I had a clue of how unconditional peace must feel. Never have I ever imagined that I could long for such deep silence inside me. “What if I could stop time right now? What if this feeling would never end?” I asked the white world outside.

The cold kissed my skin as I opened the window. Even the noise of someone shovelling snow sounded like a whisper through the freezing winter morning. I held my palm up to the sky. Catching the dancing snow flakes. “How magical this cold world can be.” stated my eyes, following the people’s footprints in the snow.

My icy fingers clasped the edges of a camera. Nothing has ever felt so real and at the same time unobtainable. “Shall I?” asked my finger, placed on the release button and willing to press down.

And there it was. A tiny photograph preserving such a precious morning for a long time. Peace and silence. Printed on paper.

Vegan Coconut Pralines: 

  • 100g vegan cream 
  • 200g vegan White chocolate
  • 150g desiccated coconut
  • 50g desiccated coconut (decoration)
  1. Begin by heating the cream. Add the chocolate and melt everything together.
  2. Cool the chocolate/cream mixture for some minutes and add desiccated coconut. Put the batter for at least two hours in the fridge.
  3. Afterwards form little balls out of the batter and roll them in the rest of desiccated coconut.

 

Mint-Ice-Cream// When Life Hits You Hard

 

 

Manchmal trifft einen das Leben ziemlich hart. Besonders dann, wenn man es am wenigsten erwartet hätte. Und egal welcher Natur das Geschehen ist, eines ist sicher: es tut unglaublich weh. Manch einer versinkt im Schmerz, andere machen einfach weiter und noch andere verarbeiten das Geschehene auf ganz besondere Weise. Sie betrachten das Ganze als Chance, blühen förmlich auf und sprühen nur so vor neuen Ideen, Kreativität und Zuversicht.

Die in New York lebende Taiwanesin Hsin Wang verarbeitete eine schmerzhafte Trennung in ihrer Fotoserie „De-selfing“. Besonders die Frage nach der Bedeutung einer Beziehung wird in ihren Fotografien thematisiert. Nicht zuletzt hinterfragt sie dabei auch ihre eigene Rolle und die Beziehung zu sich selbst. Ihre Fotografien sind mitunter recht gewöhnungsbedürftig, regen aber dennoch zur Reflexion an.

Als ich Hsin Wangs Fotografien sah, besonders diese Reihe, kam ich nicht umhin, an eines von Rupi Kaurs Gedichte zu denken:

to do list (after the breakup)

Falls ihr Rupi Kaur nicht kennt, kann ich euch versichern, dass sie wirklich tolle Gedichte schreibt. Ihr Buch „milk and honey“ befasst sich mir den unterschiedlichsten Arten von Schmerz, Selbstwert und Liebe. Wenn ihr euch für Feminismus und moderne Poesie interessiert, sollte ihr unbedingt einmal in dieses wundervolle Buch hineinschauen. Was übrigens auch sehr erwähnenswert ist, sind die tollen Skizzen, von der Autorin selbst gezeichnet, welche die Gedichte begleiten.

Sometimes life punches you in the face. And no matter of what nature it is, it is for sure that it hurts. Some people indulge their pain, some move on very quickly and others make gold out of their harm. They start to bloom and brim over with new ideas, creativity and confidence.

The Taiwanese photographer Hsin Wang is the creator of extraordinary photographs. I have to admit that some of her pictures are quite interesting and may seem strange. But in the end they are a thought-provoking impulse which leaves you with lots of questions and a stunning picture in mind.

When I saw her photographs, especially this series named “De-selfing”, I couldn’t help but think of one of Rupi Kaur’s poems:

 

 to do list (after the breakup)

In case you do not know her, she is the writer of some very great poems, all put together in a book called “milk and honey”. It deals with various types of pain, self-esteem and love. If you are into feminism and modern poetry you should definitely have a look on that book. Oh…and what I nearly forgot: the poems are accompanied with some outstanding sketches by Rupi herself.