When In Rome…-The Eternal City

Rom ist nicht schön. Rom ist gewaltig. Die Stadt ist eine einzige Explosion von Temperament, Geschichte und Schönheit. Sie hat keinen Anfang und kein Ende. Damit könnte ich mich sicherlich auf die viel zitierte Betitelung „ewige Stadt“ beziehen…und doch meine ich damit noch so viel mehr.

Ich finde keinen würdigen Anfang, um diese Stadt zu beschreiben und, wenn ich angefangen habe, könnte es schier kein Ende nehmen. Die unendlich vielen antiken Bauwerke, die Masse an Geschichte, die überall verborgen ist, die Fülle an Museen, die unendliche Schönheit von Gärten, Häusern, ganzen Straßen. Der Klang der italienischen Sprache, so kunstvoll und doch gewaltig. Das scheinbar ewige Hupen von Autos und Motorroller. Und dieses so ganz andere Temperament.

 

 

Natürlich bin ich mir auch der weniger schönen Seiten der Stadt und des Landes an sich, bewusst. Da ist der ganze Dreck, die hohe Arbeitslosigkeit, das Rollendenken der Gesellschaft, die viele Korruption, das Aufkeimen des Populismus und die Kommerzialisierung von Kultur und Tradition, die im Falle Roms wahrscheinlich den meisten Römern das Herz bluten lässt.

 

 

Ist man also in dieser mit Worten kaum fassbaren Stadt, sollte man auf jeden Fall die ganzen bekannten Sehenswürdigkeiten anschauen. Ihr wisst schon…Kolosseum, Forum Romanum, Trevi-Brunnen, Spanische Treppe, Vatikan, Pantheon, Engelsburg und und und.

 

 

Man muss nicht in alles überall unbedingt reingehen und sich die ewig langen Warteschlangen antun. Ist man beispielsweise nicht der größte Antike-Fan, kann man sich sowohl Forum Romanum, als auch das Kolosseum sehr gut einfach nur anschauen und dort ungezwungen ein bisschen umherschlendern. Zudem gibt es viele wunderschöne frei zugängliche Kirchen und Parks, die ausgesprochen sehenswert sind.

Die meisten Museen kosten natürlich Eintritt, aber zum Beispiel in der Galleria Nationale d’Arte Moderna bekommt man noch mit 18 freien Eintritt und als Schüler/Student/Rentner eine Ermäßigung.

Ebenfalls kostenlos und außerdem wunderschön, an manchen Tagen allerdings recht überlaufen, ist der Park der Villa Borghese. Zum einen ist er unfassbar riesig, zum anderen gibt es dort wirklich idyllische Plätzchen. Man kann dort picknicken, einfach nur spazieren gehen, ein Buch lesen, die Sonne genießen oder auch auf einem kleinen See mit dem Ruderboot einige Runden drehen.

 

 

Im Übrigen kann man in Rom sehr vieles zu Fuß erreichen...vorausgesetzt man trägt feste Schuhe und nicht so wie viele Italienerinnen High Heels, die nur beim Ansehen schon Schmerzen verursachen^^ Ansonsten sind U-Bahn und Bus recht zuverlässige Transportmittel. Insgesamt gibt es meines Wissens nach nur zwei S-Bahn-Linien. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen: bequem geht anders. Zwischendurch hatte ich die Assoziation mit einem Becher, gefüllt mit Würfeln, der unwillkürlich umhergeschüttelt wird und nur wer Glück hat, bleibt im Becher, sprich auf seinem Platzt sitzen.

Egal für welches Transportmittel man sich aber entscheidet, nah Trastevere raus zu fahren/ zu gehen lohnt sich auf jeden Fall. Das Viertel ist kunterbunt und hat daher unglaublich viel zu bieten. Es ist ein bisschen wie ein kleiner Mikrokosmos in diesem ganzen Gewimmel der großen Stadt.

 

 

Dort auf der Ecke befindet sich übrigens auch der Botanische Garten der Universität. Dieses ruhige Fleckchen Grün ist sehr sehr sehenswert. Leider beträgt der Eintritt acht Euro (das ist ja schon recht happig), aber dafür hat man einen wunderschönen Ausblick über die Altstadt und kann das Idyll der Natur genießen.

 

 

 

 

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an incredible view over the city

 

Die meisten Sehenswürdigkeiten befinden sich verständlicherweise in der Altstadt, zwischen der Villa Borghese und dem Tiber. In der dazu entgegengesetzten Richtung, also eher oberhalb der Villa Borghese, wird die Stadt immer weniger pittoresk und touristen-gefüllt. Das MAXXI (Museo nazionale delle arti del XXI secolo) liegt genau in dieser Gegend und ist daher ein toller Grund, um auch einige andere Seiten von Rom kennen zu lernen.

Das Museum an sich ist natürlich auch ausgesprochen interessant…sofern man sich für Kunst und im Speziellen für moderne Kunst des 21 Jahrhunderts interessiert. Das Gebäude wurde von Zaha Hadid, einer der bekanntesten Architektinnen, entworfen und ist schon ein Hingucker zwischen all den Gebäuden vergangener Jahrhunderte. Über diesen Stilbruch kann man sich zweifelsohne streiten…ich finde es auf jeden Fall faszinierend.

 

 

Als weitere Sehenswürdigkeit, beziehungsweise eher Schmeckenswürdigkeit^^ kann man wohl die italienische Küche bezeichnen. Was das angeht, war ich in Rom im Paradies. Alle davon gesammelten Eindrücke werde ich noch einmal in einem weitern Post zusammenfassen…dann gibt es auch einige Rezepte für euch. Bis dahin also erst einmal „Ciao! Arrividerci!“

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Torta Della Nonna//An Italian Dream

Während ihr das hier also nun lest, sitze ich vermutlich noch in meinem lang ersehnten Urlaub in Rom und schlecke genüsslich an einem Eis ^^

Nachdem ich mir Anfang des Jahres dummerweise den Fuß gebrochen hatte, musste ich den Flug leider stornieren und konnte also nicht wie geplant im März fliegen. Aber wie ein alter Spruch so schön sagt: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.“

 

 

 

Als kleine Einstimmung auf den Urlaub und natürlich auch aus Vorfreude habe ich endlich mal eine Torta della Nonna gebacken. Ich hatte es mir schon lange vorgenommen, aber irgendwie wollte sie einfach nicht in meinen Backplan, meine Laune oder was auch immer, hineinpassen. Also habe ich gedacht, dieser Urlaub in Rom, wo ich übrigens bis jetzt noch nie war, ist doch der perfekte Anlass und außerdem: „Besser später als nie.“… Was habe ich heute nur mit diesen ganzen Sprichwörtern?! XD

Hier nun also das Rezept zu einem Klassiker der italienischen Backkunst und dem Traum eines jeden Leckermauls. So samtig und gleichzeitig doch charaktervoll. Nussig durch die Mandeln und Pinien, cremig wie man es sich nur wünschen kann und trotzdem nicht zu viel von allem. Ihr merkt vielleicht schon…ich bin ganz hin und weg^^

 

 

Für den Teig:

  • 350 g Mehl
  • 1,5 TL Backpulver
  • 100 g Butter, gekühlt & gewürfelt
  • 1 Ei, kühlschrankkalt
  • 1 Eigelb, kühlschrankkalt
  • 75 g Zucker
  • 1 EL Butter für die Springform
  • ca. 75 g Mandelblätter
  • ca. 50 g Pinienkerne
  • Puderzucker

 

Für die Vanille-Creme:

  • 375 ml Vollmilch
  • 375 ml Sahne
  • 1 Bourbon-Vanilleschote
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 sehr kleines Lorbeerblatt
  • 50 g Speisestärke
  • 5 Eigelb
  • 80 g Zucker

 

  1. Mehl, Backpulver, Zucker, Butterwürfel und die Eiern zu einem Mürbteig kneten. Falls der Teig zu trocken oder krümelig ist, etwas kaltes Wasser unterkneten. Zur Kugel rollen, in Frischhaltefolie wickeln und eine halbe Stunde kühl stellen.
  2. Milch und Sahne in einen Topf in einen Topf geben, dann 50 ml der Flüssigkeit abschöpfen und beiseite stellen. Das Mark der Vanilleschote, die ausgekratzte Schote selbst, den Abrieb einer ½ Bio-Zitrone und das Lorbeerblatt in den Topf geben und kurz aufkochen, anschließend 20 Min. ziehen lassen. Dann die Vanilleschote und das Lorbeerblatt entfernen. Mit der restlichen 50 ml Sahne-Milch-Mischung nun die Speisestärke verrühren, bis die Flüssigkeit völlig frei von Klümpchen ist. Dann die Eigelbe in einer Schüssel über einem Wasserbad bei schwacher Hitze mit dem Zucker zu einer Creme aufschlagen. Mit dem Schneebesen rund ⅓ des Milch-Sahne-Gemisches und anschließend die glatt gerührte Speisestärke einrühren – dabei kontinuierlich rühren. Nun die Creme langsam und unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen in den Topf mit der restlichen Milch-Sahne-Mischung gießen.
  3. Die Mischung vorsichtig noch einmal erhitzen, nicht kochen und unter ständigem Rühren eindicken lassen. Dann den Topf zügig vom Herd nehmen und die Creme schnell in eine nicht heiße Schale umfüllen.
  4. Nun eine Springform mit Butter ausstreichen und mit etwas Mehl ausstäuben. Den Teig aus dem Kühlschrank holen, die Hälfte davon auf einer dünn bemehlten Arbeitsfläche zu einem Kreis ausrollen und damit die Backform auslegen.
  5. Den Backofen auf 180 Grad (Ober- / Unterhitze) vorheizen. Den restlichen Teig zu einem weiteren Kreis ausrollen und diesen auf eine mit Frischhaltefolie oder Backpapier abgedeckte Platte legen. Die Creme in die Springform geben und den ausgerollten Teig auf die Creme legen. Die Torte mit Mandeln und Pinien bestreuen, anschließend leicht andrücken. Den Kuchen etwa 30–40 Minuten backen. Zum Schluss nur noch mit Puderzucker bestreuen und fertig ist das gute Stück!