Zuhause//Wo Das Meer Im Himmel Versinkt

„…und natürlich will ich ganz viel Reisen, von der Welt sehen.“ Bei mindestens jeder zweiten Person mit der ich mich in letzter Zeit unterhalten habe, ist dieser oder ein ähnlicher Satz gefallen, sobald es um das Thema Zukunftspläne ging. Es kommt mir so vor als wäre es eine Todsünde nicht reisen zu wollen…als ginge es nur darum, um jeden Preis in ein anderes Land zu fliegen, nur um hinterher auf einer Liste abstreichen zu können wo man mal war? Reisen aus gesellschaftlichem Drang? Aber was ist mit zuhause…ist es da nicht auch schön?!

0083
Strandkörbe am Strand – ein analoges Foto

So gerne ich auch in der Welt umher reise…und das tue ich wirklich unfassbar gerne, haben mir meine letzten Reisen wunderbar vor Augen geführt, wie gerne ich doch auch zuhause bin. Nicht nur zuhause im Sinne von „in meinem Haus“, sondern auch in meiner Stadt, meiner Region und  Kultur. Auf einmal weiß ich meine Heimat viel mehr zu schätzen.

0084
am nahe gelegenen Ostsee-Strand – ein analoges Foto

Ich hätte niemals gedacht, dass ich das mal so sehen würde, aber: Ich liebe es in einer kleinen Stadt am Meer zu leben. Früher war mir das alles zuwider. Ich wollte so schnell es ging weg, raus in die Welt, nie wieder zurückkehren und nicht wie meine Eltern, einfach hier kleben bleiben. Ich wollte reisen, niemals zu lange an einem Ort bleiben und meine Heimat vergessen.

Logischerweise hat sich meine Sicht auf diese Dinge nicht um 180° gewendet, denn ich möchte noch immer nicht mein ganzen Leben in dieser einen Stadt verbringen…dazu gibt es einfach so viele andere schöne Orte zum Leben.

Aber ich habe meine Heimat lieben gelernt. Habe nicht mehr so einen großen Hass auf alle Kleinstädte dieser Welt (ja, da spricht mein Teenager-Ich aus mir). Sehe nicht nur die negativen Seiten, sondern erfreue mich an den positiven. Fürs Erste bin ich nämlich ganz zufrieden damit, noch ein bisschen länger in meiner Heimatstadt zu leben und zu studieren. Hier ist alles ganz entspannt und dank der Studenten wird’s auch niemals langweilig. Und außerdem gibt es eindeutig schlechtere Orte zum Leben…schließlich wohne ich da, wo andere Urlaub machen. Am Meer.

Advertisements

“Karma Is A Bitch”//What Has Been Going On

Sooo…nach langer Zeit sitze ich nun also hier und schreibe tatsächlich einen neuen Blogpost…fühlt sich schon irgendwie komisch an. Aber, ich kann es nicht verleugnen, ich habe es schon vermisst zu schreiben, Fotos zu machen und vor allem zu backen. Es ist, als hätte ich schon hunderttausend Jahre nichts mehr gebacken. Na gut, vielleicht nicht ganz so lange (ja, ich neige öfter mal zu ‚leichten’ Übertreibungen was Zeitangaben angeht), aber mindestens schon drei Monate nicht. Ich bin schockiert!

Zur Feier des ‚Ich-stehe-seit-Langem-mal-wieder-in-der-Küche’-Tages hatte ich mir vorgenommen eine Schokotorte zu machen. Denn, sind wir mal ehrlich, so ein Anlass verlangt nach viiieel Schokolade und mindestens zwei Tortenböden.

Das Backen an sich war zugegebenermaßen nicht so das Problem….ähm….wie man vielleicht sieht, scheiterte es eher an meinen supertollen Torten-Auffüll-Künsten ^^ Und da töne ich noch ein paar Tage vorher rum, dass es ja nun nicht so schwer ist ein Kuchenstück heil auf den Teller zu bekommen. Tja, ich würd’ mal sagen: Karma is a bitch. Aber hey, Aussehen ist eben nicht alles und schmecken tut die Torte trotzdem…die inneren Werte und so, ne?!

Was los war:

Tatsächlich, so kitschig das auch klingen mag, ist einfach das Leben dazwischen gekommen. Ich hatte reichlich damit zu tun eine Bewerbungsmappe für das Kunststudium zu erstellen, war mit Familienangelegenheiten beschäftigt, bin in einem Kanucamp als Betreuer gewesen (und hatte lange nicht mehr so viel Spaß), musste mich mit „tollen“ Prüfungen rumschlagen, hatte den Sonnenbrand meines Lebens (gar keine lustige Angelegenheit), war in Oxford, später noch mal in London und nun bin ich also wieder hier. Voll und ganz dabei und mit frischen Ideen motiviert ans Werk zu gehen.

Auf Instagram war ich auch nicht so super präsent (nicht, dass ich sonst der übelst krasse Instagramer wäre^^), aber einiges habe ich dann doch über meine Stories gepostet. Ich finde ja, dass da ein paar ganz schöne Momentaufnahmen dabei waren.

Nach den Prüfungen:

Die heißesten Tage des Sommers:

Dann England, erst Oxford…

…anschließend London

Und, wenn wir hier schon mal vom Leben und Dingen, die dazwischen kommen sprechen, kann ich nur sagen, dass nicht nur Karma eine Bitch ist, sondern eben auch das Leben… Manchmal versetzt es einem einfach einen Tritt in den Arsch und dann sitzt man da. Sieht die Dinge auf einmal ganz anders, merkt, wie festgefahren man doch eigentlich war.

Mein ‚Tritt in den Arsch’ war eindeutig das Kanucamp in dem ich diesen Sommer war. Es ist erstaunlich, wie ich mit einer Null-Bock-Einstellung und super vielen negativen Gedanken hingefahren bin und mit tausend neuen, positiven Erkenntnissen wiedergekommen bin. Ich glaube, in diesem Fall war der ‚Tritt in den Arsch’ das Beste, was mir passieren konnte…sonst würde ich wahrscheinlich jetzt noch in meinem negativen Alltagstrott stecken und wäre super angepisst, dass ich zum Beispiel die Torte einfach auf den Teller klatschen lassen hab’ 😉 Aber so nehm’ ich’s mit Humor und nenne die Torte ab jetzt einfach ‚Die Karma-Torte’…

 

Ihr braucht:

  • 150g Zartbitterschokolade
  • 6 Eier
  • 100g Puderzucker
  • 100g weiche Butter
  • 1 Vanilleschote
  • 200g gemahlene Mandeln
  • 2 TL Backpulver

 

  • 400g Sahne
  • 200g Zartbitterschokolade
  • wahlweise rosa Pfeffer

 

  1. Den Backofen auf 180° (Ober-/Unterhitze) vorheizen. 150 g Zartbitterschokolade zerkleinern und über einem heißen Wasserbad schmelzen. Anschließend die Eier trennen und das Eiklar mit einer Prise Salz zu Eischnee schlagen. Zwischendurch ca. 50 g des Puderzuckers mit unterrühren.
  2. Die Butter, den restlichen Puderzucker und das Mark der Vanilleschote zu einer cremig hellen Masse aufschlagen. Anschließend die flüssige Schokolade und die Eigelbe dazugeben und kurz mit aufschlagen. Nun die gemahlenen Mandeln mit dem Backpulver vermengen und unter die Schokocreme rühren. Dann den Eischnee vorsichtig und vor allem langsam unterheben. Den Teig in eine Springform geben und ca. 45 Minuten backen.
  3. In der Zwischenzeit die Hälfte der Sahne in einem kleinen Topf ganz langsam erhitzen (nicht kochen!) und die restliche Zartbitterschokolade unter Rühren darin schmelzen. Die Mischung abkühlen lassen, dann für eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
  4. Nach der einen Stunde die restlichen 200g der Sahne aufschlagen und dabei die Schoko-Sahne in Löffeln stückweise dazugeben.
  5. Ist der Kuchen abgekühlt, vorsichtig aus der Form entfernen und in zwei Böden zerteilen. Ein Drittel der Schokomasse auf dem unteren Boden verteilen und den zweiten Boden vorsichtig aufdrücken. Nun kann die Torte mit dem Rest der Schokosahne eingestrichen werden.

abgewandeltes Rezept aus: fein gebacken!; Cornelia Schirnharl & Christa Schmedes; Kosmos; 2011

The Food In Rome & A Recipe For Chocolate Ravioli

Bei typisch italienischem Essen denke ich natürlich sofort an Pizza, Pasta und Eis. Nichts scheint mir italienischer zu sein als diese drei Berühmtheiten. Aber tatsächlich gibt es da noch so viel mehr an Köstlichkeiten…und diese müssen sich gar nicht hinter dem allgemeinen Klischee italienischer Küche verstecken. Sie sind Pizza, Pasta und Gelato nur allzu ebenbürtig, wenn nicht manchmal sogar um einiges köstlicher und daher auf erfreuliche Weise umso überraschender.

Eine grundsätzliche Sache schon einmal ganz zu Anfang: Die meisten italienischen Spezialitäten sind einfach. Es bedarf zumeist keiner ausgefallenen Produkte und ein Großteil dieser kommt aus der Region oder zumindest aus Italien.

 

Herzhaftes

Mozzarella. Eine ganz große Sache bei den Italienern. Wer denkt er kennt Mozzarella aus dem Deutschen Supermarkt, kennt ihn nicht wirklich. Guter Mozzarella hat einen viel volleren Geschmack als wir ihn kennen, ist aber trotzdem nicht zu dominant. Eine besondere Vorliebe haben die Italiener übrigens für Büffel-Mozzarella. Ich kann es nur schwer beschreiben, was den Unterschied ausmacht. Aber ich weiß, dass ich einen Unterschied schmecke. Und dieser Unterschied ist ein Gaumenschmauß^^

Außerdem isst der Italiener mehr Fisch als man vielleicht annehmen würde. Muscheln, Tintenfisch und Oktopus erfreuen sich zumindest in Rom aus meiner Sicht großer Beliebtheit und auch die Fischtheke, die es selbst in den kleinsten Supermärkten zu geben scheint, ist immer sehr reichlich befüllt. Fisch kauft man nicht aus der Tiefkühltruhe. Er wird an besagter Theke gekauft und dann zu Fischeintopf, frischen Fisch-Steaks oder anderen Leckerein verarbeitet.

 

 

Pasta gibt es en masse. Ich habe Nudelsorten im Supermarkt entdeckt, von denen ich noch nie in meinem Leben gehört habe. Frische Nudeln gibt es oft in der Kühlabteilung zu kaufen, bestenfalls macht man sie natürlich selbst.

 

 

Ich hatte das Vergnügen mit ein paar Freunden unter Anleitung einer echten Italienerin Gnocchi zu machen. Es braucht eigentlich nur Kartoffeln, Salz, ein Ei und Mehl. Wirkliche Maßangaben gab es nicht und alles wurde ein bisschen improvisiert nach Gefühl gemacht. Zu den Gnocchi dann eine einfache Tomatensoße und ein Glas Rotwein und schon war der Abend perfekt.

 

Süßes (mein liebster Teil^^)

Italien ohne viiiel Eis zu essen, geht einfach nicht. Wer es versucht, wird spätestens nach der zweiten Eisdiele kapitulieren und sich der eiskalten Verführen hingeben. Aber nur, weil es eine Eisdiele in Italien ist, heißt das noch lange nicht, dass sie gut sein muss. An vielen touristischen Anziehungspunkten sind die Eisläden recht durchschnittlich, wenn nicht sogar beinahe enttäuschend.

Eine Eisdiele in Rom, die ich aber guten Gewissens empfehlen kann, ist COME IL LATTE. Generell bestellt man übrigens entweder Picollo oder Grande. Wie viele Kugeln Grande beinhaltet, kann ich nicht sagen, aber Piccollo sind auf jeden Fall zwei großzügige Eiskugeln, meistens mit Sahne. Bei LATTE wird zudem noch flüssige Schokolade in die Waffel gemacht, es gibt die Auswahl zwischen Sahne und Vanille-Sahne und obenauf gibt es noch mal eine kleine Waffel mit flüssiger Schokolade. Trotz all dieser schönen Extras ist aber immer noch das Eis der Star. So köstliches Himbeer-Eis habe ich noch nie (ungelogen) in meinem ganzen Leben gegessen. Und auch die Creme-Eissorten sind ein wahrer Traum! Hier findet ihr mehr Informationen zu der Gelateria.

So. Und nun zu all den anderen süßen Leckereien^^. Wirklich beliebt sind solche Kuchen, gefüllt mit sehr süßer Marmelade und einem Teiggitter obenauf. Gegessen habe ich so einen leider nicht…dafür aber ganz viele andere Kuchen, Kekse und Törtchen.

Was es mir wirklich angetan hat, sind Cornettos. Ob nun mit Schokofüllung oder anderer Creme…sie sind himmlisch! Der Begriff ist zugegebenermaßen recht weit dehnbar. In manchen Bäckereien sind sie wie Hörnchen oder Croissants, andere sehen aus wie breite Röhrchen mit Füllung und noch andere sind schlichtweg wie deutsche Schillerlocken aus Blätterteig mit einer Zuckerkruste und Füllung. Trotz dieser Unterschiede sind sie aber alle unglaublich lecker!

Zudem wird viel mit Mandeln, Nougat, Schokolade, Pistazien, Mürbeteig und Marmelade gebacken. Manchmal auch Pudding, Ricotta und Mascarpone. Kekse und Süße Teile sind scheinbar ein großes Ding in Italien.

Was auch sehr zu empfehlen ist, sind Cannoli Siciliana. Aus was der Teig besteht, ist mir ehrlich gesagt absolut schleierhaft (weder Mürbe-, noch Blätterteig, aber irgendwie etwas dazwischen), die Füllung besteht allerdings zweifellos aus Ricotta. Ist die Füllung bei dieser Art von Cannoli aus irgendwas anderem, sind sie nicht authentisch. Zum Schluss werden noch diese unfassbar künstlich pinken Kirschen als Decor verwendet und schon sind es Canoli Siciliana.

Ein absolutes Phänomen ist für mich übrigens Sfogliatelle Napoletane. Meine Vermutung ist, dass es so eine Art sehr dünner Nudelteig, aber gebacken, ist. Allerdings bin ich mir da absolut nicht sicher. Es ist übrigens ziemlich schwer das Aussehen dieses Gebäcks zu beschreiben, also seht euch lieber das wundervoll verwackelte^^ Bild an, das ich gemacht habe. Im Innern befindet sich im Übrigen eine Art Pudding mit Orangenstückchen.

IMG_0697
Sfiogliatelle Napoletane-a slightly blurred Smartphone picture^^

Außerdem gib es viele unterschiedliche Törtchen mit Mürbeteigboden und einer Pudding-, Schoko- oder Nuss-Füllung. Auch sehr lecker und sehr empfehlenswert. In Frankreich würden man sie wahrscheinlich als Tartelette bezeichnen

 

IMG_0698
A Pistacchio Tarte With Apricot Jam

 

Zum Schluss aber nun ein Keks, der so wundervoll einfach, aber doch überraschend ist. Ravioli. Es gibt tatsächlich auch süße Ravioli!

 

 

Das Prinzip ist wirklich ziemlich selbsterklärend, wenn man denn Nudel-Ravioli kennt. Teig und in der Mitte eine Füllung. In diesem süßen Fall bedeutet das also Mürbeteigkeks mit Nougat- oder Marmeladen-Füllung. Die originalen Kekse sind wirklich riesig und sehr sehr mächtig gewesen. Einer davon und man ist für mehrere Stunden gut gesättigt.

 

 

Zurück in Deutschland musste ich mich sofort an ein Rezept dieser Ravioli wagen und habe mich gleich ans Experimentieren gemacht. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Zwar sind meine Ravioli di Cioccolato nicht so riesig wie die römischen, aber mindestens genauso lecker…zumindest fanden meine Freunde sie köstlich.

Hier nun also das Rezept:

  • 200g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 50g Puderzucker
  • 130g gekühlt Butter/Margarine
  • 1 Eigelb/Ei-Ersatz, welcher einem halben Ei entspricht
  • 75g Nougat
  1. Das Nougat schmelzen und auf eine mit Backpapier ausgelegte glatte Fläche gießen. Das Ganze auskühlen und fest werden lassen.
  2. Das Mehl mit Salz und Puderzucker vermischen und die Butter/Margarine in kleinen Stückchen hinzufügen. Das Ganze krümelig reiben und das Eigelb/den Ei-Ersatz hinzufügen. Alles zu einem Teig verkneten und für mindestens 30 Minuten kühlen.
  3. Den Backofen auf 175° (Umluft) vorheizen.
  4. Den Teig bemehlen, 4 mm dick ausrollen und runde Kekse ausstechen. Die Hälfte der Kekse auf einem mit Backpapier belegten Blech auslegen.
  5. Aus dem Nougat mit einer kleineren Form so viele runde Kreise wie Kekse auf dem Blech liegen, ausstechen und jeweils einen davon auf einem ungebackenen Keks platzieren. Wem das zu wenig Nougat ist, der kann auch zwei Kreise übereinander legen, sodass eine dicke Schicht entsteht. Alternativ zu der kleinen Ausstechform, können auch mit dem Messer kleine Quadrate ausgeschnitten werden.
  6. Nun die andere Hälfte der Kekse auf die mit Nougat belegten Kekse legen und besonders am Rand gut andrücken, sodass das Nougat nicht ausläuft.
  7. Die Kekse für mindestens 10 Minuten backen bis sie leicht golden sind.

Wenn sie ausgekühlt sind, mit Puderzucker und ein wenig Kakao bestreuen.

When In Rome…-The Eternal City

Rom ist nicht schön. Rom ist gewaltig. Die Stadt ist eine einzige Explosion von Temperament, Geschichte und Schönheit. Sie hat keinen Anfang und kein Ende. Damit könnte ich mich sicherlich auf die viel zitierte Betitelung „ewige Stadt“ beziehen…und doch meine ich damit noch so viel mehr.

Ich finde keinen würdigen Anfang, um diese Stadt zu beschreiben und, wenn ich angefangen habe, könnte es schier kein Ende nehmen. Die unendlich vielen antiken Bauwerke, die Masse an Geschichte, die überall verborgen ist, die Fülle an Museen, die unendliche Schönheit von Gärten, Häusern, ganzen Straßen. Der Klang der italienischen Sprache, so kunstvoll und doch gewaltig. Das scheinbar ewige Hupen von Autos und Motorroller. Und dieses so ganz andere Temperament.

 

 

Natürlich bin ich mir auch der weniger schönen Seiten der Stadt und des Landes an sich, bewusst. Da ist der ganze Dreck, die hohe Arbeitslosigkeit, das Rollendenken der Gesellschaft, die viele Korruption, das Aufkeimen des Populismus und die Kommerzialisierung von Kultur und Tradition, die im Falle Roms wahrscheinlich den meisten Römern das Herz bluten lässt.

 

 

Ist man also in dieser mit Worten kaum fassbaren Stadt, sollte man auf jeden Fall die ganzen bekannten Sehenswürdigkeiten anschauen. Ihr wisst schon…Kolosseum, Forum Romanum, Trevi-Brunnen, Spanische Treppe, Vatikan, Pantheon, Engelsburg und und und.

 

 

Man muss nicht in alles überall unbedingt reingehen und sich die ewig langen Warteschlangen antun. Ist man beispielsweise nicht der größte Antike-Fan, kann man sich sowohl Forum Romanum, als auch das Kolosseum sehr gut einfach nur anschauen und dort ungezwungen ein bisschen umherschlendern. Zudem gibt es viele wunderschöne frei zugängliche Kirchen und Parks, die ausgesprochen sehenswert sind.

Die meisten Museen kosten natürlich Eintritt, aber zum Beispiel in der Galleria Nationale d’Arte Moderna bekommt man noch mit 18 freien Eintritt und als Schüler/Student/Rentner eine Ermäßigung.

Ebenfalls kostenlos und außerdem wunderschön, an manchen Tagen allerdings recht überlaufen, ist der Park der Villa Borghese. Zum einen ist er unfassbar riesig, zum anderen gibt es dort wirklich idyllische Plätzchen. Man kann dort picknicken, einfach nur spazieren gehen, ein Buch lesen, die Sonne genießen oder auch auf einem kleinen See mit dem Ruderboot einige Runden drehen.

 

 

Im Übrigen kann man in Rom sehr vieles zu Fuß erreichen...vorausgesetzt man trägt feste Schuhe und nicht so wie viele Italienerinnen High Heels, die nur beim Ansehen schon Schmerzen verursachen^^ Ansonsten sind U-Bahn und Bus recht zuverlässige Transportmittel. Insgesamt gibt es meines Wissens nach nur zwei S-Bahn-Linien. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen: bequem geht anders. Zwischendurch hatte ich die Assoziation mit einem Becher, gefüllt mit Würfeln, der unwillkürlich umhergeschüttelt wird und nur wer Glück hat, bleibt im Becher, sprich auf seinem Platzt sitzen.

Egal für welches Transportmittel man sich aber entscheidet, nah Trastevere raus zu fahren/ zu gehen lohnt sich auf jeden Fall. Das Viertel ist kunterbunt und hat daher unglaublich viel zu bieten. Es ist ein bisschen wie ein kleiner Mikrokosmos in diesem ganzen Gewimmel der großen Stadt.

 

 

Dort auf der Ecke befindet sich übrigens auch der Botanische Garten der Universität. Dieses ruhige Fleckchen Grün ist sehr sehr sehenswert. Leider beträgt der Eintritt acht Euro (das ist ja schon recht happig), aber dafür hat man einen wunderschönen Ausblick über die Altstadt und kann das Idyll der Natur genießen.

 

 

 

 

0035
an incredible view over the city

 

Die meisten Sehenswürdigkeiten befinden sich verständlicherweise in der Altstadt, zwischen der Villa Borghese und dem Tiber. In der dazu entgegengesetzten Richtung, also eher oberhalb der Villa Borghese, wird die Stadt immer weniger pittoresk und touristen-gefüllt. Das MAXXI (Museo nazionale delle arti del XXI secolo) liegt genau in dieser Gegend und ist daher ein toller Grund, um auch einige andere Seiten von Rom kennen zu lernen.

Das Museum an sich ist natürlich auch ausgesprochen interessant…sofern man sich für Kunst und im Speziellen für moderne Kunst des 21 Jahrhunderts interessiert. Das Gebäude wurde von Zaha Hadid, einer der bekanntesten Architektinnen, entworfen und ist schon ein Hingucker zwischen all den Gebäuden vergangener Jahrhunderte. Über diesen Stilbruch kann man sich zweifelsohne streiten…ich finde es auf jeden Fall faszinierend.

 

 

Als weitere Sehenswürdigkeit, beziehungsweise eher Schmeckenswürdigkeit^^ kann man wohl die italienische Küche bezeichnen. Was das angeht, war ich in Rom im Paradies. Alle davon gesammelten Eindrücke werde ich noch einmal in einem weitern Post zusammenfassen…dann gibt es auch einige Rezepte für euch. Bis dahin also erst einmal „Ciao! Arrividerci!“

Torta Della Nonna//An Italian Dream

Während ihr das hier also nun lest, sitze ich vermutlich noch in meinem lang ersehnten Urlaub in Rom und schlecke genüsslich an einem Eis ^^

Nachdem ich mir Anfang des Jahres dummerweise den Fuß gebrochen hatte, musste ich den Flug leider stornieren und konnte also nicht wie geplant im März fliegen. Aber wie ein alter Spruch so schön sagt: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.“

 

 

 

Als kleine Einstimmung auf den Urlaub und natürlich auch aus Vorfreude habe ich endlich mal eine Torta della Nonna gebacken. Ich hatte es mir schon lange vorgenommen, aber irgendwie wollte sie einfach nicht in meinen Backplan, meine Laune oder was auch immer, hineinpassen. Also habe ich gedacht, dieser Urlaub in Rom, wo ich übrigens bis jetzt noch nie war, ist doch der perfekte Anlass und außerdem: „Besser später als nie.“… Was habe ich heute nur mit diesen ganzen Sprichwörtern?! XD

Hier nun also das Rezept zu einem Klassiker der italienischen Backkunst und dem Traum eines jeden Leckermauls. So samtig und gleichzeitig doch charaktervoll. Nussig durch die Mandeln und Pinien, cremig wie man es sich nur wünschen kann und trotzdem nicht zu viel von allem. Ihr merkt vielleicht schon…ich bin ganz hin und weg^^

 

 

Für den Teig:

  • 350 g Mehl
  • 1,5 TL Backpulver
  • 100 g Butter, gekühlt & gewürfelt
  • 1 Ei, kühlschrankkalt
  • 1 Eigelb, kühlschrankkalt
  • 75 g Zucker
  • 1 EL Butter für die Springform
  • ca. 75 g Mandelblätter
  • ca. 50 g Pinienkerne
  • Puderzucker

 

Für die Vanille-Creme:

  • 375 ml Vollmilch
  • 375 ml Sahne
  • 1 Bourbon-Vanilleschote
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 sehr kleines Lorbeerblatt
  • 50 g Speisestärke
  • 5 Eigelb
  • 80 g Zucker

 

  1. Mehl, Backpulver, Zucker, Butterwürfel und die Eiern zu einem Mürbteig kneten. Falls der Teig zu trocken oder krümelig ist, etwas kaltes Wasser unterkneten. Zur Kugel rollen, in Frischhaltefolie wickeln und eine halbe Stunde kühl stellen.
  2. Milch und Sahne in einen Topf in einen Topf geben, dann 50 ml der Flüssigkeit abschöpfen und beiseite stellen. Das Mark der Vanilleschote, die ausgekratzte Schote selbst, den Abrieb einer ½ Bio-Zitrone und das Lorbeerblatt in den Topf geben und kurz aufkochen, anschließend 20 Min. ziehen lassen. Dann die Vanilleschote und das Lorbeerblatt entfernen. Mit der restlichen 50 ml Sahne-Milch-Mischung nun die Speisestärke verrühren, bis die Flüssigkeit völlig frei von Klümpchen ist. Dann die Eigelbe in einer Schüssel über einem Wasserbad bei schwacher Hitze mit dem Zucker zu einer Creme aufschlagen. Mit dem Schneebesen rund ⅓ des Milch-Sahne-Gemisches und anschließend die glatt gerührte Speisestärke einrühren – dabei kontinuierlich rühren. Nun die Creme langsam und unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen in den Topf mit der restlichen Milch-Sahne-Mischung gießen.
  3. Die Mischung vorsichtig noch einmal erhitzen, nicht kochen und unter ständigem Rühren eindicken lassen. Dann den Topf zügig vom Herd nehmen und die Creme schnell in eine nicht heiße Schale umfüllen.
  4. Nun eine Springform mit Butter ausstreichen und mit etwas Mehl ausstäuben. Den Teig aus dem Kühlschrank holen, die Hälfte davon auf einer dünn bemehlten Arbeitsfläche zu einem Kreis ausrollen und damit die Backform auslegen.
  5. Den Backofen auf 180 Grad (Ober- / Unterhitze) vorheizen. Den restlichen Teig zu einem weiteren Kreis ausrollen und diesen auf eine mit Frischhaltefolie oder Backpapier abgedeckte Platte legen. Die Creme in die Springform geben und den ausgerollten Teig auf die Creme legen. Die Torte mit Mandeln und Pinien bestreuen, anschließend leicht andrücken. Den Kuchen etwa 30–40 Minuten backen. Zum Schluss nur noch mit Puderzucker bestreuen und fertig ist das gute Stück!

When in Berlin…

„Guten Morgen Berlin, du kannst so hässlich sein…so dreckig und grau.“ tönt es in meinem Kopf als der Zug durch Berlin Richtung Hauptbahnhof rattert. Dabei bin ich nicht mal ein sonderlich großer Peter Fox Fan. Wir fahren durch Pankow, Häuser ziehen an mir vorbei, der Fernsehturm glänzt stumpf im trüben Licht der Morgensonne.

So einen Tagestrip nach Berlin hatte ich schon lange ins Auge gefasst (woher kommt eigentlich diese äußerst merkwürdige Redensart?) und ehe ich mich versah, stand ich gemeinsam mit Anna morgens um halb acht an einem Samstag am Bahnhof und wartete auf den Zug.

 

 

Ich muss an dieser Stelle gestehen, so oft ich inzwischen in Berlin war, wirklich warm geworden mit der Stadt bin ich bei vorherigen Besuchen nicht so richtig. Und trotzdem versuche ich es immer wieder diese, in jeder Hinsicht, wunderbar kunterbunte Stadt gern zu haben. Und ich weiß nicht was sich geändert hat, aber dieses Mal bin ich sogar ein bisschen wehmütig aus Berlin zurückgekommen. Zugegebenermaßen hatten wir auch einen wirklich schönen Tag.

 

 

Nachdem wir also am Hauptbahnhof angekommen waren, ging es mit der S-Bahn erstmal Richtung Alexanderplatz. Zu Fuß machten wir uns dann auf zu einem Laden namens „Luiban“. Obwohl diese kleine Papeterie recht nah am Alexanderplatz liegt, merkt man nichts von dem ganzen Trubel und der Geschäftigkeit die noch ein paar Straßen weiter herrscht. Es war wirklich traumhaft schön dort.

 

luibanP
“Luiban” – A Lovely Papeterie

 

In der selben Straße haben wir uns dann etwas Kleines zum Essen gesucht, denn ein Mittagssnack muss schon sein^^

 

Anschließend ging es dann wieder in die entgegengesetzte Richtung zum Zoologischen Garten. Denn dort befand sich unser eigentlicher Ausflugsgrund. Das Museum für Fotografie.

Zurzeit gibt es dort drei Ausstellungen. Eine zum Leben und Wirken Helmut Newtons (einer der bekanntesten Fotografen Ende 70er mit einer faszinierenden Persönlichkeit). Zudem wurden auch Fotografien von Guy Bourdin ausgestellt und ein Großteil der ausgestellten Fotografien stammte von Sigrid Neubert. Alle drei Ausstellungen waren wirklich sehr unterschiedlich und, auch wenn viele der Fotografien nicht ganz meinen Geschmack trafen (darum geht es aus meiner Sicht auch gar nicht bei Kunst), bin ich doch von den Personen die dahinter stehen; sich Gedanken machen; Themen verarbeiten; nur allzu fasziniert. Leider durfte man direkt im Museum keine Fotos machen, sodass ich nur ein paar Eindrücke des Drumherums mit meiner Kamera einfangen konnte.

 

 

Auf unserem Weg mit der S-Bahn zum Museum hatten wir einen Flohmarkt entdeckt und beschlossen also kurzerhand dort einmal vorbeizuschauen. Leider waren wir etwas spät da, aber für einmal umherschlendern hat es dann doch gereicht.

 

 

Für ein weiteres Museum war es schließlich etwas spät und so richtig die Muße hatten wir wohl auch nicht. Also beschlossen wir einfach ein bisschen durch Berlin zu spazieren, Fotos zu machen und alles ganz gemütlich anzugehen. Unser Weg führte uns durch kleine gemütliche Straßen, einen Park und hübsche Wohnhäuser. Ein paar Impressionen von unserem Berliner Frühlingsspaziergang durch Mitte und Kollwitzkiez seht ihr hier.

 

 

Als es dann schließlich Zeit wurde zu gehen, musste ich tatsächlich feststellen, dass ich gar nicht gehen wollte. Wo war auf einmal meine Abneigung gegen die ganzen Plattenbauten hin? Hatte ich mich nicht bis vor kurzem noch über den Berliner Dialekt aufgeregt? Und was ist mit den ganzen übertriebenen Hipstern, die mir manchmal sehr unsympathisch waren?

Tja, mir scheint, ich und Berlin, vielleicht wird das ja doch noch mal irgendwann was ^^ Für’s Erste freue ich mich aber immer noch über die Erinnerungen an diesen wirklich wirklich schönen Tag und hoffe auf ein baldiges Wiedersehen!

A Blogger Interview//About Spending A Year In Australia & Pear Strudel

Ich bin von Natur aus ein recht neugieriger Mensch. Nicht, dass ich immer alles wissen muss oder will, aber, wenn mich etwas interessiert und ich wirklich dafür brenne, dann kann das schon mal in wochenlangen Recherche-& Ideenfindungsphasen enden^^

Genauso ging es mir mit dieser EINEN Idee. Sie schwirrte schon länger etwas undefinierbar in meinem Kopf umher und ich wusste nicht so recht…soll ich, kann ich, darf ich? Würde überhaupt jemand mitmachen?
Dann irgendwann habe ich mir einfach gedacht: „Ach komm’, versuch’s einfach? Mehr als ‚nein’ kann ja auch nicht gesagt werden“. Also habe ich der lieben Pauline vom Blog „mind-wanderer“ geschrieben und ihr meine Idee unterbreitet. Denn, um eine Interview-Reihe (das ist also diese EINE Idee ^^) zum Thema „PeopleFood – Das Essen hinter den Menschen“ zu starten, braucht man ja nun einmal auch Menschen, die interviewt werden wollen.

Hier also nun das Debüt der Interview-Reihe „PeopleFood“…so wie PictueFood durch Essen von der Geschichte hinter dem Bild erzählt, wird diese Reihe von den Menschen und ihrer Beziehung zum Essen berichten.

Pauline – Pear Strudel

Pauline, wenn du wählen könntest, welches Gebäck wärst du? Und warum?
Ich wäre Birnenstrudel. Cremig, fruchtig, süß, teigig, luftig locker, außen leicht kross und meiner Meinung nach noch leckerer als Apfelstrudel.

Du blogst über alle möglichen Themen, unter anderem auch über deine liebsten Rezepte, Meal-Prep Ideen und was du über den Tag so isst. Welche Bedeutung hat Essen für dich?
Ich liebe Essen, ich liebe Kochen und Backen und ich liebe es Restaurants zu testen oder Produkte zu probieren. Deswegen hat Essen für mich wirklich eine große Bedeutung, einfach, weil es mir so viel Spaß macht. Ich suche gern neue Rezepte, bereite sie zu und richte sie auch gerne schön an, um davon Bilder zu machen. Auch im Alltag nehme ich mir gern Zeit dafür und es entspannt mich. Außerdem Esse ich einfach sehr gerne 😀

Du steckst grade mitten in der Abiturphase. Hast du ein paar Tipps, welche gesunden Snacks sich besonders gut für die Prüfungen oder Zwischendurch eignen?
Bananenbrot ist ein wunderbarer Energieschub für zwischendurch, super schnell gemacht und dabei sehr lecker und trotzdem gesund! Mein Standartrezept ist veganes Bananenbrot mit Himbeeren. Außerdem mache ich sehr gerne Müsliriegel  selbst oder auch ganz einfach Kekse aus zermatschter Banane, Haferflocken und Zimt oder Kakaopulver.
Wenn ich keine Zeit oder Lust zum selber machen habe, liebe ich es auch neue vegane Riegel oder Fruchtschnitten zu probieren.

Nach dem Abitur geht es für dich erstmal nach Australien, also ziemlich weit weg von zuhause. Gibt es ein Gericht oder Gebäck (oder sonstiges Essbares^^), dass du mit großer Wahrscheinlichkeit vermissen wirst?
Oh ja! Ganz bestimmt werde ich dunkles Brot vermissen! Denn das ist hier in Deutschland schon etwas besonderes, dass wir so leckeres Vollkornbrot haben und man findet es in den meisten Ländern eigentlich nicht…

Meinst du es wird schwierig sich in Australien vegan zu ernähren? Schließlich möchte man in einem fremden Land ja auch die landestypische Küche kennenlernen.
Australien ist ein unglaublicher Vorreiter in Sachen vegane Ernährung. Es gibt dort einige Sachen, von denen wir hier noch Träumen und ich denke (und hoffe), dass es für mich auch mit einem kleineren Budget nicht so schwer sein wird mich vegan zu ernähren. Wie ich das handhaben werde, wenn ich irgendwo eingeladen bin und es landestypische Gerichte gibt, habe ich mir noch nicht ganz überlegt, aber vegetarische Sachen werde ich wahrscheinlich schon probieren. Auf Känguru oder Krokodils Fleisch bin ich allerdings nicht so scharf 😀

Und nun noch eine allerletzte Frage: Was ist aus deiner Sicht das Beste an veganer Ernährung?
Dass die Ernährungsweise bzw. das Beschäftigen mit diesem Thema den eigenen Horizont erweitert. Man erfährt viel zu den Hintergründen der Produktion, die einem als „normaler Konsument“ nicht bekannt sind, erhält Wissen zu gesundheitlichen Problemen und wie sie entstehen. Außerdem lernt man viele neue Gerichte und Produkte kennen, die man vorher nicht beachtet hätte und hat zumindest das Gefühl, man würde als einzelne Person etwas gegen unsere Umweltprobleme, den Welthunger und für seine eigene Gesundheit und das Wohlergehen von Lebewesen tun. Es gibt einem eine neue Sichtweise auf viele Dinge und hat mir erst die Freude am Kochen und Backen gebracht

Für den Teig

  • 300g Mehl
  • 4 EL Öl
  • 150ml lauwarmes Wasser
  • 50g Kokosfett/Margarine

Für die Füllung

  • 1 kg weiche Birnen
  • 2 EL Zimt
  • 2 El Zucker
  • Abrieb einer Bio-Zitrone
  • wahlweise 5 EL Rosinen (ich habe sie weggelassen, da ich kein allzu großer Rosinen-Fan bin^^)

 

  1. Zuallererst einen Topf mit Wasser befüllen und dieses zum Kochen bringen.
  2. Alle Zutaten für den Teig bis auf das Kokosfett/die Margarine verkneten und zu einer Kugel formen. Diese auf einem Teller platzieren und mit einem zusätzlichen Esslöffel Öl bestreichen, dann den Topf vom Herd nehmen und das Wasser ausgießen. Nun den Topf vorsichtig über den Teig stülpen und das Ganze für ca. 30 Minuten ruhen lassen.
  3. Währenddessen die Birnen schälen, klein schneiden und mit Zimt, Zitronenabrieb und Rosinen in einer Schale vermengen. Anschließend die 50g Fett zerlassen und beiseite stellen. Den Ofen auf 200° (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
  4. Den Teig nun vorsichtig auf einem Küchentuch ausrollen und dünn zurechtziehen, bis er rechteckig ist. Dann mit 2/3 des Fettes bestreichen und mit dem Zucker bestreuen. Nun die Birnen bis zur Hälfte des Rechtecks verteilen, dabei einen 3 cm breiten Rand an den Seiten lassen. Besagten Rand nun umschlagen und mit Hilfe des Küchentuchs den Strudel von der Seite mit den Birnen einrollen.
  5. Das gute Stück mit der Nahtstelle nach unten auf einem Backblech platzieren und mit dem restlichen Drittel des Fettes bestreichen.
  6. Den Strudel für 30 Minuten backen.