Mastering University With Granola Bars?

9.4.2018 – heute beginnt offiziellerweise ein neues Studiensemester an meiner Uni. Um genauer zu sein also mein 2. Semester. Was ich studiere? Nun, sagen wir es mal so.

Im Moment besuche ich nur Veranstaltungen für mein Englisch-Studium und gehe einmal in der Woche zu einer erziehungswissenschaftlichen Vorlesung…demnach studiere ich also auf jeden Fall Englisch auf Lehramt. Mein zweites Fach, Religion, ist studienmäßig der absolute Horror für mich. Daher meine so präsente Abwesenheit in diesem Fach.

Ich habe relativ schnell gemerkt, dass, obwohl ich gläubig bin und eigentlich auch interessiert, Religion als Studienfach absolut nicht meinen Vorstellungen entspricht. Manchmal erschien es mir in den Vorlesungen als wäre die Zeit stehen geblieben. Fortschritt in der Religion? Was ist das?

An dieser Stelle kann ich nur sagen, dass man nur dann etwas studieren sollte, wenn man 100 Prozent dahinter steht. Nichts ist schlimmer, als sich freiwillig wochen- oder sogar jahrelang durch ein Thema zu quälen, das einem keine Freude bereitet. Natürlich ist nicht immer alles einfach und selbst in Englisch, was ich über alles liebe, gibt es manchmal Momente in denen ich frustriert bin. Und trotzdem ist da diese Liebe zu der englischen Sprache, die mich immer wieder motiviert und fasziniert.

 

 

So schwer der Studienbeginn für mich auch war, inzwischen liebe ich es zu studieren. Anfangs war ich mir absolut nicht sicher, ob ich wirklich das Richtige getan hatte. „Gleich nach der Schule studieren gehen? Vielleicht hättest du doch erstmal ein Jahr ’Pause’ machen sollen? Studieren…kann ich das überhaupt? Sollte ich nicht vielleicht doch lieber eine Ausbildung machen?“ Ständig sind mir solche Fragen in den Kopf geschossen und ich muss gestehen, ich war reichlich überfordert mit allem. Auf einmal alles (und ich meine auch wirklich alles) selbst organisieren zu müssen. Sozialen Anschluss zu finden. Sich die Zeit einzuteilen.

Ein Semester, drei Prüfungen und viele Monate später ist noch nicht alles perfekt, aber ich weiß, dass ich das schaffen kann. Ich bin noch immer kein Profi in Wie-Organisiere-Ich-Mein-Erwachsenenleben, habe keine tausend besten Freunde und bin immer noch regelmäßig gehetzt, weil ich mich in der Zeit verschätzt habe. Aber, ich weiß, dass ich mich für das Richtige entschieden habe. Denn ich bin glücklich.

Ein Snack, den ich während des Semesters für mehr als gut befunden habe, sind Müsliriegel. Ich bin wahrhaftig kein großer Fan davon gewesen, aber selbstgemachte Müsliriegel sind noch mal ein Liga für sich. Sie haben mir regelrecht die ersten Wochen gerettet…immer, wenn ich besonders fertig war, habe ich ein paar (keine Untertreibung^^) davon gegessen und habe mich ein wenig besser gefühlt.

 

Das Rezept:

  • 300g Haferflocken (zart)
  • 25g Kürbiskerne
  • 20g Leinsamen
  • 50g Cranberries
  • 50g Mehl
  • 50g Zucker
  • 150g Butter/Kokosfett
  • 150g Honig
  1. Die Haferflocken mit Mehl, Kürbiskernen und Leinsamen vermischen. Die Cranberries klein schneiden, sodass die Stücke nicht allzu groß sind, aber auch nicht so klein, dass sie matschig werden.
  2. Den Ofen auf 180° (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
  3. Die Butter/Das Koksfett schmelzen und den Honig einrühren. Nun das Geschmolzene zu der Haferflockenmischung geben und sehr gründlich verkneten. Der „Teig“ sollte auf jeden Fall noch krümelig sein, dennoch aber zusammenkleben, wenn ihr ihn zusammendrückt.
  4. Eine eckige Kuchenform (Backblech geht auch) mit Backpapier auslegen und die Masse mit einem Löffel darauf verteilen. Ich habe die Masse ungefähr 1,5 Zentimeter dick aufgetragen und mit den Fingern noch mal nachgearbeitet, sodass eine glatte Oberfläche entstanden ist.
  5. Das Ganze nun für mindestens 25 Minuten backen. Die Oberfläche sollte golden glänzen, wenn ihr es aus dem Ofen holt.
  6. Nun nur noch auskühlen lassen und der „Teig“ kann in Riegel geschnitten werden.

 

Nothing has ever bothered me so much but the question „Am I doing the right thing? “. Going to university and dealing with a lot of things on my own is so far the biggest challenge I have ever faced.

I am a person who is quite introverted and I feel like many people misjudge me by my appearance. I am not as half as confident as I may look and I admit, sometimes I have that expression on my face that might say ‘don’t you dare talk to me’. But actually most of the time it means ‘I am thinking to much and can’t figure out how to talk to someone and become friends with them.’. So in that way I felt entirely out of place the first weeks of university.

But as the months went by I became more relaxed and also began to feel a little more content. Right now things aren’t perfect at all. I am constantly in a rush because I always fritter away time. Actually I haven’t figured out how to deal with adult things. And, let’s face it, I haven’t found a ton of friends. But I’m okay with that.

Because despite all these things, there is one thing that is for sure. I am glad I decided to go to university. There isn’t that ‘am-I-doing-the-right-thing’ question in my head anymore. Because I am happy.

One snack I discovered in the last semester, and I can’t believe I did because actually I didn’t like them, are granola bars. Homemade ones are sooo much better than those from the grocery store. Believe me. They literally saved me when I felt absolutely miserabl during my first weeks of uni.

 

The Recipe:

  • 300g oat flakes
  • 25g pumpkin seeds
  • 20g linseed
  • 50g cranberries
  • 50g plain flour
  • 50g sugar
  • 150g butter/coconut fat
  • 150g honey
  1. Mix up out flakes, flour, pumpkin seeds, sugar and linseeds. Chop the cranberries and add them to the oat flakes mixture.
  2. Preheat the oven to 180°.
  3. Melt your butter/coconut fat and add honey. Give it a good stir and add it to the other ingredients. Knead everything together until it got crumbly but at the same time moist.
  4. Put some baking paper into a rectangular cake pan and place the batter in it. Use a large spoon to spread it evenly.
  5. Than bake for at least 25 minutes, until it got slightly brown. Let it cool down and slice it into even granola bars.
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Before University…

“Step with care and great tact, and remember that life is a huge balancing act.” Dr Seuss

Heute ist ein sehr besonderer Tag für mich. Denn: Heute ist der erste Tag meines Studiums. Ernsthaft, ich bin so unfassbar aufgeregt und gespannt^^ Warum ich das hier kund gebe? Nun, ziemlich viele Leute haben es mir netter Weise ans Herz gelegt, dass ich die Zeit vor dem Studium doch so richtig genießen solle und ich niemals im Leben jemals wieder so unbeschwert sein würde. Und ich kann euch sagen, ich habe es wirklich versucht aus dieser Zeit die beste meines Lebens zu machen. Ich habe so unendlich viele Dinge getan, die während der Schulzeit einfach viel zu kurz gekommen sind. Ich habe viele viele Bücher gelesen, bin spazieren gegangen, habe Filme geguckt, mich inspirieren lassen, wieder angefangen zu malen und zu zeichnen und bin sehr viel unterwegs gewesen. Zuerst habe ich mich unglaublich glücklich gefühlt und dachte, dass ich am liebsten ewig so weiter machen könnte. Aber dann hat sich irgendwas geändert. Ich weiß nicht genau wann das begonnen hat, aber auf einmal kam mir der Gedanke, dass es mehr im Leben geben muss als ständig auf etwas zu warten, das mein Leben bestimmt (Schule, Uni, Job etc), was mich beschäftigt (Schule, Uni, Job etc) und was mir in gewisser Weise vorgaukelt glücklich zu sein, nur weil das im Allgemeinen eben glücklich macht. Irgendwie war da ein tiefes Loch und egal was ich gemacht habe, ich hatte das Gefühl, dass es immer tiefer und tiefer geworden ist. Zu dieser Zeit habe ich realisiert, dass das Leben ein einziger Balanceakt ist. Man sagt das ja immer so, aber das am eigenen Körper zu erleben und diesen Satz zu fühlen, ist was anderes. Man kann nicht zufrieden und glücklich sein, wenn man nur arbeitet und ständig das Verlangen nach Freizeit hat. Umgedreht (und das ist, was viele Menschen gar nicht sehen, weil sie zu sehr gestresst sind und sich wünschen ein bisschen mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens zu haben) kann zu viel Freizeit auch die Freude an den Dingen rauben, die man eigentlich liebt. Besonders, wenn man darauf wartet, dass etwas (wie Uni) beginnt, werden all die Dinge, die man tut zum Zeitvertreib ohne tiefen Sinn; sie werden eben zu Dingen die man nicht tut, weil man sie liebt, sondern weil man eben sonst nichts zu tun hat.

Eine weitere Sache, die mich wirklich verrückt gemacht hat, ist die Tatsache, dass ich meine Freunde nicht mehr regelmäßig gesehen habe, weil ich nun nicht mehr zur Schule gehe. Was das angeht, ist die Schule eine scheußliche Sache. Man sozialisiert sich dort ohne zu wissen wie abhängig man eigentlich von dieser Institution ist. Die Schule bestimmt wie wir unseren Tag strukturieren, unsere potenziellen Freunde, was man zu lesen hat, wie man seine Hobbys gestaltet, manchmal auch wie wir denken… Die Lehrer sollen uns auf das Leben vorbereiten, aber tatsächlich habe ich mich noch nie unvorbereiteter für das Leben gefühlt, als nach der Schule.

Today is a very special day for me. Because: Today is my first day of University. I am beyond excited…honestly. Why am I telling you this? Well, because plenty of people told me to glory in the time between my graduation and the beginning of university. And I tried. I did everything that missed out while I was occupied with school things. I read loads of books, I took long walks, watched a bunch of movies, started to paint and draw again and travelled to very exciting places. At first those things made me so unbelievably happy and I felt like I could continue this kind of lifestyle forever. But then something happened. I don’t know exactly when it started but it occurred to me that there is more to life than waiting for something to rule your life (school, university, job etc), always being occupied (school, university, job etc) and achieving some kind of satisfaction through things that are supposed to make you happy. Somehow there was a deep hole and I felt, no matter what I did, like it got deeper and deeper. At that time I realised that life actually is a huge balancing act. You can’t be content when you’re constantly working while longing for free time. On the other hand, and I think that’s what people tend to forget because they’re too stressed out and wish to have some time off, too much free time takes away all the joy and pleasure of what you’re actually loving. Especially when you’re waiting for something (like uni) to get started, all the things you’re doing feel like they’re just a pastime and you’re not doing them because you’re loving them but because you have nothing else to do.

Another thing that made me insane while I had so much free time was the fact that I haven’t seen my friends regularly because I didn’t went to school anymore. In this regard school is such a horrid thing. You’re socializing in school without knowing how dependant you are on that institution. It rules how you’re structuring your day, who your friends are, what you have to read, your hobbies, maybe even your way of thinking…. Teachers try to prepare you for life but in fact I never felt more unprepared for life than after school.